Förderungen

Wohnbauförderung und Wohnhaussanierung


Im Rahmen der Wohnbauförderung wird auch die Errichtung von Niedrigenergie- und Passivwohnobjekten und Solaranlagen (siehe weiter unten) gefördert.
Förderungswerber sind Private, gemeinnützige Bauvereinigungen, Gemeinden, Körperschaften und befugte Bauträger.
Die Einhaltung nachfolgender U-Werte ist Voraussetzung für die Gewährung einer Förderung.
Dach- bzw. Decke zu Außenluft und Dachboden< 0,17 W/m2; K
Außenwand zu Außenluft und Dachboden < 0,20 W/m2;K
Kellerdecke und Wand zu Keller, Fußboden und Wand zu Erdreich < 0,25 W/m2; K
Fenster (inklusive Rahmen)< 1,50 W/m2; K

Zuschuss für ein Tiroler Niedrigenergiehaus - Passivhaus:

Die Höhe der Förderung (des Zuschusses) ergibt sich aus der Gesamtzahl der erreichten Grundpunkte x förderbarer Nutzfläche (höchstens 110 m2;) x einem Multiplikator von EUR 8,--.
Ermittlung der Grundpunkte in Abhängigkeit des spezifischen Heizwärmebedarfes:

Spezifischer Heizwärmebedarf Energie SparHaus NiedrigEnergieHaus Passivhaus

Bis 300 m2 Nutzfläche 40 bis < 55 15 bis <40<15kWh/m2 EBF
Bis 1.000 m 230 bis < 45 15 bis < 30<15kWh/m2 EBF
Über 1.000 m225 bis <3515 bis <25<15kWh/m2 EBF
Grundpunkte für Gebäudequalität
258Punkte
Bei Passivhäusern wird die Förderung im Falle einer nachweislichen Projektbegleitung durch eine hierfür befugte Person (Einrichtung) und nach Vorlage einer Simulationsrechnung und Wärmebrückenoptimierung um EUR 2.000,-- pro Vorhaben aufgestockt.

Zuschuss für weitere energiesparende und umweltfreundliche Maßnahmen:
Die Höhe der Förderung (des Zuschusses) ergibt sich aus der Gesamtzahl der erreichten Grundpunkte x förderbarer Nutzfläche (höchstens 110 m2;) x einem Multiplikator von EUR 8,--.
Wärmepumpe für Heizzwecke mit Niedertemperaturverteilung2 Pkt.
Brennwertgerät mit Niedertemperaturverteilung1 Pkt.
kontrollierte Wohnraumlüftung1 Pkt.
Errichtung bzw. Anschluss an eine Biomasseheizung als alleiniges Heizsystem: in Abhängigkeit von der Nutzflächemax. 3 Pkt.
Zusatzpunkt für Holz- oder Holzlehmbauweise ohne Dämmstoffe auf Erdölbasis1 Pkt.
Zusatzpunkt für Regenwassernutzung1 Pkt.

Es ist nur ein Heizsystem wählbar, bei Passivhäusern gibt es für Heizung keine Punkte.
Der Einbau einer Elektro-Hauptheizung ist nur bei einem Passivhaus mit der Förderung vereinbar.

Wohnhaussanierung

Förderungswerber sind Eigentümer, Bauberechtigte, Wohnungsinhaber und Mieter mit entsprechendem Familieneinkommen.
Förderungsfähige Sanierungsmaßnahmen sind u.a. Maßnahmen zur Erhöhung des Schall-, Wärme- und Feuchtigkeitsschutzes (Gebäudealter mindestens 10 Jahre), Maßnahmen zur Verminderung des Energieverlustes, des Energieverbrauches und des Schadstoffausstoßes von Heizungen und von Warmwasseraufbereitungsanlagen, der Einbau von energiesparenden Heizungen sowie die Errichtung, Sanierung und richtige Dimensionierung von Kaminen (Gebäudealter mindestens 10 Jahre), der Anschluss an Fernwärmeanlagen (vom Gebäudealter unabhängig) und umweltfreundliche Maßnahmen - z.B. Solaranlage (vom Gebäudealter unabhängig).
Der Einbau von Wasseruhren, Wärmezählern, einer kontrollierten Wohnraumlüftung sowie von gedämmten Rollläden wird als energiesparende Maßnahme eingestuft.

Wohnhaussanierungsvorhaben, deren förderbare Kosten den Betrag von EUR 1.450,-- nicht überschreiten, werden nicht gefördert.
Weiters muss das Wohnobjekt der Befriedigung eines regelmäßigen Wohnbedürfnisses dienen.
Die maximal förderbare Nutzfläche beträgt bei 1 oder 2 Personen im Haushalt 85 m2;, bei 3 Personen 95 m2; und bei 4 und mehr Personen 110 m2;.

Die Förderung besteht in der Gewährung von einmaligen Zuschüssen, der Gewährung von Annuitätenzuschüssen sowie der Übernahme einer Bürgschaften.
Ein einmaliger Zuschuss wird gewährt, wenn die Finanzierung der förderbaren Sanierungsmaßnahmen mit Eigenmitteln erfolgt. Der Zuschuss beträgt 15 % der förderbaren Gesamtbaukosten.
Ein Annuitätenzuschuß wird gewährt, wenn für die Finanzierung des Vorhabens ein Darlehen (gegebenenfalls auch ein Fremdwährungsdarlehen) mit einer Laufzeit von mindestens zehn Jahren unter Zugrundelegung der Wohnhaussanierungsrichtlinie zulässigen Konditionen aufgenommen wird. Der Annuitätenzuschuss beträgt 25 % der ursprünglichen Annuität und wird auf die Dauer der Laufzeit des Darlehens, höchstens jedoch auf die Dauer von 12 Jahren bis zur Höhe der jeweils förderbaren Gesamtbaukosten gewährt. Bei einem Darlehen, dessen Laufzeit 12 Jahre überschreitet, wird der Annuitätenzuschuss unter Zugrundelegung einer fiktiven Laufzeit von 12 Jahren ermittelt.
Die förderbaren Kosten betragen bei (Wohnungs-)Eigentümern insgesamt höchstens EUR 510,-- pro m2; förderbare Nutzfläche. Im Falle der Vergrößerung eines Objektes werden der Förderung Kosten von EUR 510,-- pro m2; vergrößerter und förderbarer Nutzfläche zugrundegelegt. Die förderbaren Kosten bei Mietern betragen insgesamt höchstens EUR 18.500,--.
Ausfallsbürgschaften für die Finanzierung eines Kapitalmarktdarlehens zu Sanierungszwecken werden nur bei entsprechender Bonität gewährt.
Bei Wohnhäusern, die dem Denkmalschutzgesetz oder dem Stadtkern- und Ortsbildschutzgesetz unterliegen bzw. in das Dorferneuerungsprogramm des Landes miteinbezogen sind, wird für den (Wohnungs-)Eigentümer bei entsprechend erhöhten Kosten zusätzlich noch eine Impulsförderung (durch Anhebung des förderbaren Betrages um maximal EUR 150,-- pro m2; förderbarer Nutzfläche) gewährt. (Stand 2015)

Förderung Solaranlagen

Für die Errichtung einer Solaranlage zur Warmwasseraufbereitung und Heizung an einem geförderten Objekt wird ein einmaliger Direktzuschuss gewährt.
Bei der Wohnhaussanierung erfolgt die Förderung von Solaranlagen für die Warmwasseraufbereitung (und für die Heizung) im Rahmen der in der Wohnhaussanierung maximal förderbaren Gesamtbaukosten durch die Gewährung entweder eines einmaligen Zuschusses oder eines Annuitätenzuschusses zur Stützung eines Darlehens.
Die Förderung ist abhängig von der Größe des Kollektors und dem Inhalt des Boilers (Pufferspeicher). Die Höhe der Förderung in Form eines einmaligen Zuschusses beträgt EUR 160,-- pro vorhandenem m2; Kollektorfläche und 50 Liter Boilerinhalt, höchstens jedoch EUR 3.200,-- pro Wohnung.
Bei der Förderung in Form eines Annuitätenzuschusses bei der Wohnhaussanierung werden höchstens jene Gesamtbaukosten der Förderung zugrunde gelegt, die bei der Berechnung des einmaligen Zuschusses dem Förderungsbetrag von EUR 160,-- pro m2; Kollektorfläche und je 50 Liter Boilerinhalt entsprechen. Auf Verlangen des Landes sind eine Abnahmebestätigung oder weitere Nachweise vorzulegen.

Die Auszahlung erfolgt bei Endabrechnung des Bauvorhabens.

TIP: Fragen Sie auch bei Ihrer Wohngemeinde um ev. Förderungen an! (Stand 2014)

Kontaktadressen Förderstellen

Amt der Tiroler Landesregierung
Abteilung Wohnbauförderung
Eduard-Wallnöfer-Platz 3
6020 Innsbruck
Tel.: 0512 / 508 - 2732
Fax: 0512 / 508 - 2735
E-Mail: wohnbaufoerderung@tirol.gv.at

Energie Tirol
Adamgasse 4
6020 Innsbruck
Tel.: 0512 / 589 913 - 0
Fax: 0512 / 589 913 - 30
E-Mail: office@energie-tirol.at
Internet: http://www.energie-tirol.at

Aguntstraße 5
9900 Lienz
+43 4852 64090
office@digdach.at



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