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Attikaunterbau und Details

im neuesten Artikel aus dem Spenglerfachjournal wird das leidige Thema Attikaunterkonstruktion / Ausbildung erörtert und aufgezeigt, welche Fehler passieren können. Dies gilt vor Allem im Ausschreibungs- /Planungs- / und Ausführungsbereich.
In diesem Artikel wird vom Sachverständigen Passt sehr genau auf die Probleme bei der Werkserstellung eingegangen.

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Entnommen aus: Spenglerfachjournal 6/2015 (dez. 2015)

Ausgleichsschichten bei Terrassen

Der aktuelle Artikel befasst sich mit Ausgleichschichten und so genannten Haftbrücken bei Terrassen, die oberhalb der Betonunterkonstruktion und unterhalb der Dampfsperre situiert sind.

Grundsätzliches: Ausgleichsschichten sind so zu dimensionieren, dass eventuell auftretende Oberflächenrisse der Unterkonstruktion zuverlässig überbrückt werden und die Oberflächenrauhigkeit des Untergrundes ausgeglichen wird. Als Ausgleichsschichten empfehlen die ÖNORMEN entweder eine Lage Bitumen-/Dach und Abdichtungsbahn mit Einlage und einseitiger Kunststofffolienkaschierung (handelsübliche Bezeichnung GV 45K flämmbar oder Polymerbitumen/Dach- und Abdichtungsbahnen mit Glasgewebe oder Kunststoffvlieseinlage wie z.B. P-GG4 flämmbar, E-KV 4 flämmbar etc.) Auch werden sogenannte Bitumen-/Lochgasvliesbahnen, die gleichzeitig auch als Dampfdruck-/ Ausgleichsschicht eingebaut werden, genannt. Hier ist zu beachten, dass die Verklebung mit dem Untergrund nur über die gleichmäßig verteilten Löcher in der Bitumen-/Lochglasvliesbahn erfolgen darf. Im Regelfall wir jedoch im Warmdachaufbau die Anforderung an eine Dampfdruckausgleichschicht nicht erforderlich sein, da kein entspannungswürdiger Dampfdruck unterhalb der Dampfsperre aufgebaut wird.
Als Ausgleichsschicht werden auch verfestigte Kunststoffvliese mit mindestens 150 Gramm pro Quadratmeter appliziert, wobei sich im Wesentlichen die flächenbezogene Masse der Kunststoffvliese nach der Oberflächenrauhigkeit des Untergrundes sowie der vorgesehenen Dampfsperre orientiert. Bei rauen Untergründen in Kombination mit Polyethylen-Dampfsperrbahnen müssen Kunststoffvliese mit 500 Gramm pro Quadratmeter und stärker eingesetzt werden.
Wichtig: Ausgleichslagen aus Wärmedämmstoffen dürfen unterhalb der Dampfsperre nur dann verlegt werden, wenn durch eine bauphysikalische Berechnung ein positiver Nachweis (kein Kondensat unterhalb der Dampfsperre) geführt wird.

Haftbrücken: Eine so genannte Haftbrücke (alte Bezeichnung für Voranstrich) ist bei Polymerbitumendampfsperren erforderlich und auf die Untergrundverhältnisse sowie der örtlichen Einbausituation und Beanspruchung abzustimmen. Sie unterstützen die Haftfähigkeit, binden Oberflächenstaub, wirken entfettend und wasserabweisend. Bei normalen Beanspruchungen werden Bitumenlösungen, objektspezifisch aber auch Bitumenemulsionen (zum Beispiel bei Sanierungen) appliziert.
Achtung! Bei Sanierungen (zum Beispiel Innenhöfe von Wohnhäusern) kann die Bitumenlösung aufgrund der Lösungsmittelemission zu Geruchsbelästigung führen. In diesem Falle wären Emulsionen, die wasserlöslich sind anzuwenden. Bei hohen Beanspruchungen an die Verklebung der Dampfsperre mit der Untergrundkonstruktion können als Haftbrücke auch Epoxidharzvoranstriche eingesetzt werden.

VOR- & NACHTEILE VON BITUMENLÖSUNGEN.
Bitumenlösungen setzten sich aus einer Mischung von Destillationsbitumen und Lösungsölen wie etwa Benzin zusammen.

Vorteile der Bitumenlösung: Geringe Trockenzeit, da sich die Lösungsmittel sehr rasch verflüchtigen.Da keine Wasseranteile in der Mischung enthalten sind besteht auch keine Frostgefahr. Gute Haftung speziell bei porösen Untergrundstoffen. Akzeptable Verklebung auf Blechen, da gegebenenfalls Oberflächenfett der Bleche mit den enthaltenen Lösungsmitteln entfernt wird. Die Haftbrücke ersetzt jedoch nicht die grundsätzliche Entfettung der Bleche, welche in einem eigenen Arbeitsschritt vor dessen Montage zu erfolgen hat.

Nachteile der Bitumenlösung: Eine erhöhte Konzentration von Lösungsmitteldämpfen in der Umgebungsluft kann zu Gesundheitsgefährdung führen, deshalb ist die Anwendung in Innenräumen nicht geeignet. Bei feuchtem Untergrund kann keine Haftung mit dem Untergrund erzielt werden. (Achtung: speziell bei Winterbaustellen ist der Untergrund meist feucht!) Bitte beachten: Beim Auftragen der Bitumenlösung kann diese hinter etwa Wärmedämmverbundfassaden oder sonstige Anschlüsse laufen. In diesen Bereichen kommt es im Regelfall zu einer wesentlich verzögerten Austrocknung und so kann bei Einsatz von offener Brennflamme diese noch flüssige Bitumenemulsion entzündet werden! Schwache Haftung auf Oberflächen dichten Stoffen wobei hierzu auch besonders glatte Metalloberflächen zählen. Gegebenfalls ist ein Aufrauen mit einer Schleifscheibe oder bei mineralischen Untergründen mit Sandstrahlen erforderlich.

VOR- & NACHTEILE DER BITUMENEMULSION.
Die Bitumenemulsion ist eine Mischung aus Bitumen, Wasser und einem Bindemittel (da sich Bitumen und Wasser grundsätzlich nicht miteinander verbinden kann.)
Vorteile der Bitumenemulsion:Gute Haftung auf Untergründen mit hoher Dichte durch elektrostatische Anziehung zwischen Untergrund und Bitumen.Haftung auch auf feuchten Untergrund da die Bitumenemulsion grundsätzlich Wasseranteile enthält. Da keine Lösungsmittel vorhanden sind, werden auch keine schädlichen Dämpfe emittiert. Die Anwendung in geschlossenen Räumen ist somit möglich. Da keine Lösungsmittel vorhanden sind, ist die Brennbarkeit auch nicht gegeben.

Nachteile der Bitumenemulsion: Auf Blechoberflächen, die Fett oder Ölrückstände aufweisen, wird keine Haftung erzielt. Durch den Wasseranteil besteht im Winter Frostgefahr.Relativ lange Trockenzeiten, da die Wasseranteile nur sehr langsam verdunsten.
GRUNDIERUNG AUS EPOXYDHARZ. Die Grundierung aus Epoxydharz dient dem Verfüllen der Poren in der Betonoberfläche. Diese Reaktionsharze werden in werkseitig geschlossenen und eindeutig gekennzeichneten Gebinden, in denen Harz und Härter in genau aufeinander abgestimmtem Mischungsverhältnis abgepackt sind, geliefert. Aufgebracht werden Epoxydharze mittels streichen, rollen oder spritzen. Die so genannte Topfzeit (Verarbeitungszeit) ist zu berücksichtigen, da durch Beimengung da Reaktionsharze mit zunehmender Verarbeitungszeit aushärten.

FAZIT. Grundsätzlich ist anzumerken, dass Haftbrücken nicht als Korrosionsschutz von metallischen Bauteilen zu betrachten sind. Nach dem Trocknen haben die Haftbrücken, je nach Werkstoff, als Nebeneffekt eine wasserabweisende Wirkung, so dass nach einem Regenschauer der Untergrund das Niederschlagswasser nicht mehr aufnehmen kann. Vorsicht ist jedoch geboten, wenn die frisch aufgebrachte bituminöse Haftbrücke durch einen Regenschauer weggespült wird. Hier werden Decke und Wände stark verunreinigt, was kostenintensive Reinigungsarbeiten nach sich zieht. An aufgehenden Bauteilen wie z.B. Wandhochzüge, Dachrandabschlüsse, Lichtkuppeln und dergleichen ist die Haftbrücke bis zur geplanten Abdichtungsoberkante aufzubringen. Auch eingebaute Dachdetails wie Dunstrohre, Winkelbleche, Traufenbleche etc. sind entsprechend einzustreichen.

Quelle: | dach wand 4 | 2008 | autor: wolfgang hubner |

Rohbauunterkonstruktion

ROHBAUKONSTRUKTIONEN BEI TERRASSE IM WARMDACHAUFBAU

In der letzten Ausgabe wurden schwellenfreie Anschlüsse an Terrassen- oder Balkontüren erläutert. Der aktuelle Artikel befasst sich mit der Rohbaukonstruktion von Terrassen. Als Tragwerke und Unterbauteile für Terrassen kommen in erster Linie massive Konstruktionen aus Stahlbeton zu Ausführung.

Diese können sowohl vor Ort als sogenannte Ortbetonbauteile oder aus fabrikmäßig vorgefertigten Betonfertigteilelementen hergestellt werden. Auch für den Bauwerksabdichter bringen diese Unterschiede in der Betonkonstruktionsfertigung zusätzliche Arbeitsschritte mit sich, da die Oberflächenrauhigkeit der Ortbetonkonstruktionen, die der Handwerker vor Ort herstellt, im Regelfall wesentlich rauer als jene von Fertigbetonteilen ist.
Alternativ können Terrassenaufbauten aus wärmegedämmten Holzfachwerken sowie Stahlkonstruktionen, sofern alle brandschutz- und schallschutztechnischen Auflagen erfüllt sind, auch für begehbare Terrassenkonstruktionen eingeplant werden.
Auch hier sind die Güteanforderungen an den Untergrund, die im Wesentlichen vom Material abhängig sind, einzuhalten (z.B. Holzplattenfugen und deren Anforderungen).
Für die Ableitung des Niederschlagswassers ist ein Mindestgefälle von 1,8 Prozent in der Abdichtungsebene sowie bei relativ wasserdichten Gehbelagsschichten z.B. keramische Beläge (Fliesen) auch in de Gehbelagsebene einzuhalten.
Entweder wird das Gefälle bereits in der Rohbaukonstruktion (Konstruktionsschicht unterhalb der Dampfsperre) oder mit zusätzlichem Gefällestrich auf der Ortbetonkonstruktion bzw. dem Fertigbetonteil ausgebildet. Diese Ausführungsart hat den Vorteil, dass Niederschlagswasser, das zum Zeitpunkt der Terrassenerrichtung in den Terrassenaufbau eindringt (z.B. über offene Wandanschlüsse und dgl.) in Richtung Entwässerungsgully oder Entwässerungsrinne geleitet wird.
Bei Gefällebetonschichten mit wärmedämmenden Eigenschaften (z.B. Leichbeton mit Polystyrolkuglen) sind die damit verbundenen bauphysikalischen Verhältnisse gemäß ÖNORM B 8110 2 zu berücksichtigen. Speziell bei Terrassenaufbauten mit zusätzlicher rauminnenseitiger Deckenwärmedämmung könnte der Taupunkt unterhalb der Dampfsperre liegen, sofern die Wärmedämmstärke oberhalb der Dampfsperre besonders gering ist. Diese Problematik stellt sich insbesonders bei Terrassensanierungen mit geringen Anschlusshöhen, an z.B. Terrassentüren, und der gleichzeitigen Auflage, einen bestimmten U-Wert zu erreichen.
Eine weitere jedoch nicht unproblematische Variante wäre, das Entwässerungsgefälle durch keilförmig geschnittene Wärmedämmplatten, welche unterhalb der Feuchtigkeitsabdichtung situiert werden, herzustellen.
Dies bedeutet, dass bei nicht im Gefälle hergestellten Dampfsperrunterkonstruktionen in den Terrassenaufbau eindringendes Niederschlagswasser innerhalb der Terrassenschichten verbleibt. Eine Entfernung ist durch z.B. Absaugen über mehrere lokale Öffnungen der Terrassenschichten möglich.
Für die Einhaltung der Güteanforderungen an den Betonuntergrund ist der Baumeister zuständig, jedoch hat das ausführende Bauwerksabdichtungsunternehmen vor Leistungserbringung die Pflicht, den Untergrund zu prüfen. Generell ist die Prüf- und Warnpflicht auf die vorgesehene Ausführungsart (Terrassenschichtenaufbau) abzustimmen.
Anzuwenden sind branchenübliche, einfache Methoden wie z.B. Augenschein, Klopfen, Ritzen, Messplatte.

Zu Prüfen sind insbesonders: ausreichende Oberflächenfestigkeit, Haftfähigkeit und Trockenheit.Ebenheit die Ebenheitstoleranzen gemäß ÖNORM DIN 18202 für geschalte Betonoberflächen von Decken darf bei einer Bezugslänge von 4m nur flach verlaufen und eine Höhendifferenz von max. 20 mm aufweisen.Gefälle mindestens 1,8 Prozent in der Abdichtungsebene und in Abhängigkeit der Wasserdurchlässigkeit des Gehbelages gegebenenfalls auch in der Gehbelagsschicht.Abrundungen und oder Abschrägen von Ecken, Kanten, Ichsen sowie Graten mit einem Radius von 4 Zentimeter. Freiheit von Rissen und Kiesnestern in der Betonoberfläche Risse über 0,5 Millimeter sind unzulässig. Mauerwerk darf nur mit Zementmörtelverputz (ohne zusätzlichen Kalkansatz) abgezogen und verrieben werden.Ausreichende Höhe für den Anschluss der Dampfsperre und der Dachabdichtung an andere Bauteile (z.B. Hochzüge).Materialart sowie Beschaffenheit und Lage von durchdringenden Bauteilen.Anschlussmöglichkeit der Dachabdichtung und Dampfsperre an Durchdringungen z.B. Rohre, Blitzschutzleitungen, Stützen.Lage und Ausbildung von Fugen und die Form der Fugenkammern. Bewegungsfugen sollten nicht unmittelbar im Bereich von Wandanschlüssen oder Terrassenrandaufkantungen angeordnet werden. Ein geradliniger Verlauf ist anzustreben. Ist dies nicht möglich, sind Fugenkonstruktionen mit z.B. Festlosflansch oder geeigneten Kunststofffugenbandprofilen vorzusehen.
Eingehende technologische oder chemische Untersuchungen wie etwa Baustatik oder spezifische Bauphysik etc. gehören nicht zu Prüfpflicht des Bauwerksabdichters, jedoch ist die Reihenfolge der Abdichtungsschichten, insbesonders im Bezug auf bauphysikalische Erfordernisse (z.B. Fehlen einer Dampfsperre beim Warmdachaufbau) und mechanischen Schutz der Abdichtung gegenüber Beschädigung zu beachten.
Untergrundrauhigkeiten und punktuell begrenzte Kiesnester bis ca. 10 Millimeter Tiefe, können auch mit Bitumenmasse ausgegossen werden. Diese Untergrundvorbereitungen durch den Bauwerksabdichter ist eine Sonderleistung und muss separat beauftragt werden. Eine Entwässerungsgefälleprofilierung mit Bitumenmassen ist nicht möglich. Die Untergrundvorbereitung von lotrechten Wandanschlüssen unterliegt bis auf wenige Ausnahmen den selben Anforderungen, wie sie an horizontale Unterkonstruktionsoberflächen gestellt werden (Ausnahme z.B. Gefälle). Die Mauerwerksoberflächen im Hochzugsbereich der Dampfsperre müssen ausreichend glatt und ebenflächig sein. Dies zieht nach sich, dass Fugen von Betonsteinen Oberflächenprofilierung von Mauerwerksziegel und dergleichen mit Zementmörtel zu glätten sind. Würde dies nicht erfolgen, wäre eine konvektionsdichte Verklebung der Dampfsperre auf der Mauerziegeloberfläche nicht möglich.
Bei Ortbetonkonstruktionen wird der Terrassengully von der Baufirma in der Betondecke mit einbetoniert. Es ist darauf zu achten, dass der Entwässerungsgully den tatsächlichen Tiefpunkt darstellt. Die Oberfläche des Gullyanschlussflansches für die Dampfsperre muss in der selbe Ebene wie die fertige Betonoberfläche liegen. Es ist darauf zu achten, dass er Entwässerungsgully einen ausreichend breiten Anschlussflansch für die Verklebung mit der Dampfsperre aufweist. Die fachgerechte Unterkonstruktion ist die Basis für den weiteren Terrassenschichtenaufbau. Insbesonders Fehler hinsichtlich Entwässerungsgefälle können nur mehr mit sehr hohem zusätzlichen Aufwand in den weiteren Terrassenschichten behoben werden.

Quelle: | dach wand 3 | 2008 | autor: wolfgang hubner |

Flachdachentwässerung

DER TEUFEL LIEGT IM DETEIL
Flachdächer sind gnadenlose Qualitätsindikatoren. Kleine Versäumnisse sind hier oft die Ursache großer Folgeschäden. Dauerhaft funktionstüchtige Flachdächer erfordern Gründlichkeit bis ins Detail. Eine sorgfältige Planung zahlt sich aber aus durch schnellere Montage und ein veritables Sicherheitsplus.

Von Flachdächern wird grundsätzlich gesprochen, sobald diese durch bahnenförmige bzw. flächige Abdichtungsmaterialien abgedichtet werden. Dächer mit Abdichtungen (Flachdächer) werden in zwei verschiedene Arten aufgeteilt: belüftete und nicht belüftete.

Kennzeichen belüfteter Flachdächer, auch Kaltdach oder zweischaliges Dach genannt, ist der Luftraum zwischen der Unterlage/Abdichtung und der Wärmedämmung. Diese Luftschicht bewirkt die Austrocknung unter Umständen entstehenden Kondenswassers und kann auch Sommerhitze besser abhalten.

Das nicht belüftete Flachdach, auch Warmdach oder einschaliges Dach genannt, ist dadurch charakterisiert, dass alle Dachschichten dicht aufeinander verlegt werden. Zu den nicht belüfteten Dächern zählen auch die Umkehrdächer. Wie der Name schon sagt, sind hier die Bauteilschichten umgekehrt angeordnet. Die Dachablichtung liegt unterhalb der Wärmedämmung, wodurch sie besonders gut vor UV-Licht, Alterung und Beschädigung geschützt ist.

ENTWÄSSERUNG PASSEND ZUR DACHART. Grundsätzlich ist die Regenentwässerung nach der DIN EN 12056-3 und DIN 1986-100 zu planen und auszuführen. Weiterführende Anforderungen an die Entwässerung stellen die Abdichtungsnorm DIN 18531 und DIN 18195.
Ziel ist immer, den Niederschlag auf kurzem Wege vom Dach zu führen. Dazu sollte die Dachfläche ein Gefälle von mindestens zwei Prozent aufweisen, das konstruktiv oder als Gefälledämmung angelegt werden kann. Die Dachgullys sind dabei generell den Tiefpunkten des Daches zuzuordnen. Da Dächer in Leichtbauweise bei Starkregen schnell an ihre statischen Grenzen kommen, muss neben einer Hauptentwässerung auch eine Notentwässerung vorgesehen werden.

Sein Aufbau bestimmt das Entwässerungssystem und die Art und Weise, in der die einzelnen Entwässerungselemente zu integrieren sind. Um die Unterschiede in der Entwässerungstechnik, bzw. der Entwässerungsfunktion zu verdeutlichen, werden nachfolgend ein "Industriedach" und ein Umkehrdach jeweils als nicht belüftetes Dach betrachtet.

"INDUSTRIEDACH" (WARMDACH)
Als Warmdach, auch einschaliges Dach, wird eine unbelüftete Dachkonstruktion bezeichnet, die oft bei Industriebauten zum Einsatz kommt. Der Dachaufbau besteht von oben nach unten aus einer Dachabdichtung ohne Auflast, einer Wärmedämmung und einer Dampfsperre, die auf der Unterkonstruktion, z.B. Stahltrapezprofil, Holz oder Stahlbeton, bündig aufliegt. Die Wasser führende Ebene ist hier die oberste Lage, also die Abdichtung. Sinnvoller Weise verfügt das Dach zum Beispiel über ein konstruktives Gefälle zu Attika. Die entstehende Kehllinie wird durch Dachreiter, auch Schweinerücken genannt, unterbrochen, so dass ein geführtes Gefälle zum Tiefpunkt/Gully entsteht.
Stehendes Wasser ist grundsätzlich zu vermeiden und dies gleich aus zwei guten Gründen: erstens, weil die Dachabdichtung in diesem Bereich auch thermisch stark belastet wird und zweitens, weil die Statik des Daches unter Umständen auf Dauer geschwächt wird.

ACHT WICHTIGE DETAILS IM INDUSTRIEDACH.
Jede Durchdringung der Dachhaut ist eine potentielle Sicherheitslücke im Abdichtungssystem. Dauerhaft "geschlossen" wird sie, wenn der Dachgully unter Berücksichtigung der nachfolgenden Details montiert wird:

Der Dachausschnitt für den Gully wird dem Tiefpunkt der Unterkonstruktion zugeordnet. Bei Trapezprofildächern muss darauf geachtet werden, dass die Schnittkanten nicht "ausglühen", da dieser Effekt zu Korrosionsbildungen führen kann.die "Schwachstelle" Dachausschnitt ist nach DIN 18077 statisch durch ein Verstärkungsblech zu schützen, welches mit der Unterkonstruktion verschraubt wird.nach DIN 18531, Teil 3, Punkt 8.5 "muss der Gully mit dem Untergrund verbunden werden". Durch Verschrauben mit dem Verstärkungsblech bzw. der Unterkonstruktion, kann er mechanisch fixiert werden. Die Dampfsperre wird mit dem Flansch oder der Anschlussmanschette des Gullys verklebt oder verschweißt. Nach Anschluss eines Rohrleitungssystems kann dieser Aufbau bereits für die Bauzeitentwässerung genutzt werden.Winkeldichtring nicht vergessen! Wenn diese Gummidichtung fehlt, besteht die Gefahr, dass rückstauendes Wasser in das Dachschichtenpaket eindringt. Beim Ausschneiden der Kontur des Aufstockelementes in der Wärmedämmung ist drauf zu achten, dass nach DIN 18531-3, Punkt 8.5, "der Flansch (des Aufstockelementes) in der Unterlage" engelassen wird.Jetzt wird das vorher auf passende Länge gekürzte Aufstockelement durch den Winkeldichtring in den Gully geschoben. Für eine funktionssichere Verbindung ist es unerlässlich, dass die Unterkante des Aufstockelementes mindestens bündig mit der Unterkante des Winkeldichtringes ist.Zwischen Dachuntergrund und Dachabdichtungen bestehen Relativbewegungen. Die ein Schrägstellen des Aufstockelementes zur Folge haben können, was zu einer Beeinträchtigung der Entwässerungsfunktion führen könnte. Deshalb empfehlen Experten, die Aufstockelemente in der Unterkonstruktion mechanisch zu fixieren.nachdem die Dachabdichtung mit dem Flansch oder Anschlussmanschette des Aufstockelementes verklebt oder verschweißt wurden, fehlt nur noch der Kiesfang. Der Kies- oder Laubfangkorb fungiert als "Sieb". Er vermeidet, dass größere Verschmutzungen in die Entwässerungsanlage gespült werden und dort die Funktion beeinträchtigen.
UMKEHRDACH. Umkehrdächer haben grundsätzlich eine Auflast, z.B. eine Kiesschüttung. Auch Gründächer können nach diesem Prinzip konstruiert sein. Wie bereits kurz angerissen, besteht das Umkehrdach von oben nach unten gesehen zuerst aus der Auflast (z.B. Kies).
Eine "Etage" tiefer kommt die Schutzlage, die die darunter folgende Wärmedämmung vor mechanischer Beanspruchung und dem Eintrag von Sand, Kies und Erde schützt. Erst jetzt, also als vierte Lage, folgt die Abdichtung, die direkt auf der Unterkonstruktion (z.B. Beton) aufgebracht wird.
Eine Wasser führende Ebene liegt beim Umkehrdach unterhalb der Wärmedämmung auf der Abdichtung. Die Entwässerungstechnik ist bei diesem Dach somit etwas anders zu gestalten, als bei dem zuvor erläuterten Industriedachaufbau.
Beim Umkehrdach müssen drei Entwässerungsebenen beachtet werden: Die erste oberhalb der Auflast (Starkregen), die zweite oberhalb der Wärmedämmung (Landregen) und die dritte auf der Abdichtung. Auf oder in der dritten Ebene, also der Abdichtungsebene, fließt nur sehr wenig Wasser. Dies ist dadurch bedingt, dass die Schutzlage den größten Anteil des anfallenden Regenwassers bereits oberhalb der Wärmedichtung zum Gully ableitet.

ACHT WICHTIGE DETAILS IM UMKEHRDACH. Generell gilt auch bei dieser Dachform, dass der Gully im Tiefpunkt angeordnet werden muss. Darüber hinaus sollte der Einbau unter Beachtung der folgenden Detailpunkte erfolgen:

Wird der Dachgully einbetoniert, so ist dieser mit z.B. Vlies zu ummanteln, um die Eigenbeweglichkeit zu gewährleisten. Wichtig ist es, den Dachgully mit der Unterkonstruktion mechanisch zu fixieren.die Abdichtung muss mit der Anschlussmanschette des Dachgullys sorgfältig verklebt oder verschweißt werden. auf der so entstandenen Abdichtungsebene wird die Wärmedämmung aufgebracht, wobei hier die Kontur des Aufstockelementes ausgeschnitten wird.Gilt es beim Industriedach, den Winkeldichtring nicht zu vergessen, so wird er hier bewusst weggelassen. Das Aufstockelement wird also ohne Winkeldichtring in den Dachgully eingesetzt und dies aus gutem Grund: Der Zwischenraum von Dachgully zu Aufstockelement ermöglicht das Einlaufen des Sickerwassers auf der Abdichtung. Die Schutzlage wird auf der Wärmedämmung zum Einlauftopf des Aufstockelementes geführt.Kiesfang für das Aufstockelement nicht vergessen!zum Abschluss kommt die Auflast (z.B. Kies) auf die Schutzlage. Hierbei ist darauf zu achten, dass der Kies am Kiesfang kein Unterkorn enthält (Körnung 16/32 einsetzen!), da dies den Gully verstopfen kann.
FAZIT: BESSER KLEINLICH SEIN.
Der Teufel steckt im Detail. Erst ein durchdachtes Dach mit durchdachten Details und Durchdringungen ist ein auf lange Sicht dichtes Dach. Um diesen Zustand auch lange zu bewahren, unterliegen auch die Details einer periodisch wiederkehrenden Inspektion und Wartung. Denn ein "Detail", das gerne vernachlässigt wird ist, Gullys regelmäßig zu warten. Deshalb ist es gemäß der DIN 1986-3 alle sechs Monate vorgeschrieben.
Quelle: der Dachdecker, Juli 2009

Richtige Hochzüge

WUSSTEN SIE, DASS

der Handwerker für die richtige Ausbildung der Anschlüsse an aufgehende Bauteile die Verantwortung trägt?

Ja natürlich weiß der Auftragnehmer, dass das seine Sache ist, aber was kommt oftmals auf der Baustelle vor und wir einfach "übersehen". Die aufgehenden Wände sind nicht vorbereitet. Ich habe diesmal bewusst ein Bild mit vorbereitetem Untergrund und begonnenem Wasseranschluss bei einer Vollwärmeschutzfassade gewählt, denn so sollte ein Anschluss aussehen und auch ausgeführt werden. Auf dieser Baustelle hat es ein Monat gedauert, bis die Baufirma für den Bauwerksabdichter die Wände so vorbereitet hat, dass eine saubere Anschlussherstellung möglich war.
Oftmals läuft die Sache ja so ab, dass die ÖBA einen Beginntermin für die Arbeiten festlegt, es wir eine Woche vor dem Termin zur Baubesprechung geladen und siehe da, der Dornröschenschlaf der Baustelle hat noch nicht geendet. Die abzudichtende Fläche wird als Lagerplatz benutzt, die Oberfläche der Ziegelwände ist noch jungfräulich, hat von einem Verputz oder einer Zementspachtelmasse noch nichts gehört.
Im ersten Moment wird vereinbart bis Freitag ist alles gerichtet der gewissenhafte Kollege fährt am besagten Freitag vorbei und ist einem Kollaps nahe. Wegräumen, das ist ja im Gange, aber von einer Spachtelung der Wände weit entfernt. Trotzdem besteht die ÖBA im meist vom Abdichter der Fehler gemacht, dass er sich zu einem Beginn überreden, ja zwingen lässt. Schon ist es passiert, anstatt dass der Vorarbeiter sein Regiestundenbuch auspackt und zu ÖBA pilgert, sich die Zeit für An- und Absiedeln mit allen Nebenkosten unterschreiben lässt und die Baustelle wieder dem Dornröschenschlaf überlässt, indem er nicht anfängt, wird halt irgendwann begonnen.
Bei Folienabdichtungen natürlich ein fataler Fehler, denn wie schütze ich meine Leistung gegen eindringendes Niederschlagswasser, wenn ich die Ränder nicht auch gleich machen kann? Ich meine, Sie als Fachlese wissen: Gar nicht, die Abdichtung wird unterlaufen, das Wasser fängt sich im Vlies und in der Lagerfuge der Gefälleestrichs, braucht dann Monate um im Bereich der Gully auszutreten und abzutrocknen.
Leider kommt es oft, zu oft, vor, dass die Abdichtung auf die nicht vorbereitete Ziegeloberfläche aufgebracht wird und in der Folge ist der Ausführungsmangel auch schon perfekt. Der für das Aufbringen der Spachtelung zuständige Polier der Baufirma hatte niemals Zeit und/oder den richtigen Mann zur Stelle, und im Zuge der Ausführung ist irgendwann die Situation gegeben, dass der Abdichter den Hochzug machen muss. Liegt die Folie in der Fläche, ist die Beschädigungsgefahr durch den Maurer, wenn dieser mit seinem Verputz oder der Spachtelmasse zu arbeiten beginnt, schon groß genug wenn nicht ein Schutz der Abdichtung aufgebracht wird, der die Kosten des Spachtelns überschreitet.
Mein Tipp daher: Lassen Sie sich von einer Pönaledrohung der ÖBA nicht schrecken, denn diese ist nur dann wirkungsvoll und gerechtfertigt, wenn der Untergrund für die Abdichtungsarbeiten vorbereitet ist und die zu bearbeitenden Flächen für die Abdichtungsarbeiten übernahmereif vorbereitet sind. In der ÖNORM B2110 und in unserer Werkvertragsnorm sind die Warn- und Hinweispflichten beschrieben und festgelegt. Diesen sollte gefolgt und auch davon Gebrauch gemacht werden. Denn ein Hochzug auf ungeeignetem Untergrund ist bei einem Schadenseintritt ein Ausführungsfehler, welchen das Ausführungsunternehmen zu verantworten hat. Bei einem bereits eingetretenen Schaden fragt niemand mehr nach dem warum und weshalb der fehlerhaften Ausführung. Meist gelingt es gar nicht mehr nachzuweisen, wer den Fehler wirklich zu verantworten hat.



Quelle: | dach wand 4 | 2008 | autor: gerhard freisinger |

Die Terrassentraufe

Ein Schadensbild

"Sollten Sie zu solch einer Sanierung gerufen werden, machen Sie das nur unter genauer Erfassung des Ist-Zustandes," empfiehlt Wolfgang Past, allgemein beeideter und gerichtlich zertifizierter Sachverständiger.
Wie ich in unten beschriebenem Fall aktuell wieder feststellen musste, ist die Terrassentraufe nach wie vor ein echter Mangelfaktor.
Bei dem Auftrag handelte es sich um eine Terrasse (eine rundum laufende Dachterrasse mit ca. 30 m ) welche sich im 7. Stock einer Wohnhausanlage mit mehreren baugleichen Wohnblöcken befindet. Die Terrasse wurde etwas aufwendiger mit Winkelsaum auf einem Betonfertigteilgesims sowie einem Terrassengeländer mit Glasfüllungen ausgeführt.
Bei meiner Besichtigung konnte ich zwei unter der Dachterrasse befindliche Wohnungen besichtigen. In diesen kommt es seit Jahren anhaltend und ausweitend zu Wassereintritten. Die Verfleckungen sind im größeren Umfang an den Wandflächen bis zum Boden sichtbar. Die Feuchtemessung bestätigte, dass die Wände partiell erheblich vernäßt sind.
Terrassenzustand
Der Terrassenbelag besteht bei diesem Objekt aus Kunststeinplatten im Splitt verlegt. Darunter befindet sich Fließ, eine XPS Dämmung so wie eine Bituminöse Abdichtung.
Die Terrassentraufe ist mit Zink-Titanblech, Hängerinne und Winkelsaum ausgeführt.
Auf den ersten Blick stellte dies noch keine Besonderheit oder Abweichung dar. Bei näherer Betrachtung zeigte sich aber, dass vor allem die Terrassentraufenverblechung, sprich das Saumblech, ganz erhebliche Verwerfungen aufweist. Sichtbar war auch, dass scheinbar schon mehrfach versucht wurde, durch Auflöten von Flicken, Rissbildungen in Lötnähten und im Material selbst, dieses zu sanieren. Dies geschah jedoch nur bis zur Vorderkante des Kiesstegs. In gleicher Weise wurden auch die Einkopfdila in das Saumblech eingelötet.
Um sich nun ein genaues Bild des Schadens machen zu können, wurde von der Terrasse von einem Türanschluss, welcher ebenso in keinster Weise der Norm entspricht, bis hin zur Terrassentraufe der gesamte Aufbau abgetragen und die Terrassentraufe aufgeschnitten.
Was darunter zum Vorschein kam, war die Holz UK aus Schaltafeln unter dem Saumblech. Sie war durch Holzfäule bereits butterweich. Der Unterbau aus Beton (Gesims und Decke) sowie der Isokorb waren erheblich vernässt. Einzig die Holz UK unter dem Winkelsaum welche aufgeständert vorlag, war unbeschädigt.
Die Ursache
Was war aber nun die Ursache für diesen fatalen Schaden? Es waren die Terrassengeländersteher!
Diese lagen als rundes Grundrohr vor, welche passgenau mit einer Einfassungshülse in das Saumblech eingelötet wurden. Darüber wurde ein weiteres Überschubrohr als Terrassengeländersteher geführt und mit dem Grundrohr vernietet. Der Abstand der Geländersteher betrug 1,20 m und es lagen ursprünglich keine Dila im Saumblech vor! Wie ober angeführt, wurden zwar nachträglich und kostengünstig (ohne den Terrassenaufbau zu öffnen) Dilas nachgerüstet, jedoch wie zu erwarten ohne Erfolg. Zudem waren das Saumblech und auch die Winkelsaumverblechung fix genagelt.
Weiters wurde auch versucht, die Geländerstehereinfassungen mit Flüssigkunststofffolie und Silikon zu "dichten" - ebenfalls erfolglos.
Als Resultat dieser fehlerhaften Ausführungen ergab sich eine umfangreiche Generalsanierung. Zudem liegen auch in den Wohnungen unter der Terrasse entsprechende Folgeschäden vor.
Schlussfolgerung
Bei solchen Konstruktionen müssen zahlreiche Dilas verbaut werden, um die Wärmespannungen geregelt ableiten zu können.
Generell ist auf die Wärmespannungsbewegung der Bleche zu achten.
Stützeneinfassungen am Besten trichterförmig und mit größerem Ausschnitt im Saumblech unter der Trichterhülse.
Am oberen Rand der Einfassung einen Gegentrichter herstellen.
Saumblech mit Gefälle zur Traufe.
Die Bleche dürfen nicht fix am Untergrund befestigt werden.
Wenn möglich das System unter Einhaltung der Prüf- und Warnpflicht nach Ö-Norm B 2110 ändern lassen.
Sollten Sie zu solch einer Sanierung gerufen werden, machen Sie das nur unter genauer Erfassung des Ist-Zustandes.
Beraten Sie Ihren Auftraggeber. Billiglösungen sind nicht gut.

Spenglerfachjournal

Der Anschuß bei Terrassentüren

"Schwellenfreie Terassentüranschlüsse befinden sich in der Bauschadenbilanz schon an oberster Stelle," sagt Wolfgang Hubner (allgemein beeideter, gerichtlich zertifizierter Sachverständiger und Institutsleiter des IFB Instituts).
Türen als Zugänge auf Dachflächen, Terrassen oder auch Balkon müssten im Bereich der Türschwelle und der Türzarge eigentlich einen schlagregengeschützten Abdichtungsanschluss zulassen. Speziell schwellenfreie Terrassen- oder Balkontürenanschlüsse bringen Planer und ausführende Bauwerksabdichter jedoch öfters in einen Gewissenskonflikt. Einerseits sollte die Anschlusshöhe der Feuchtigkeitsabdichtung mindestens 15 cm über der Oberfläche des Belages (z.B. Holzlattenrost, Fliesen, Betonplatten und dergleichen) betragen, andererseits wünscht sich der Bauherr jedoch vielmehr eine barrierefreien Übergang (sprich ohne Stufe) zwischen Wohnraum und nutzbarer Außenfläche.


In vielen fällen muss der Bauwerksabdichter beim Türanschluss daher notgedrungen eine Kompromisslösung eingehen, da die Anschlusshöhen an die so genannte Stockverlängerung oder den Türsockel nicht gegeben sind. Dabei wäre die richtige Mindestanschlusshöhe von 15 cm insofern dringend erforderlich, als hier bei der handwerklichen Verarbeitung des Abdichtungsanschlusses einerseits ausreichend Bewegungsfreiheit für den Bauwerksabdichter gegeben wäre und andererseits Witterungseinflüsse wie z.B. Schneematsch, Schlagregen, kurzfristiger Wasserstau, Vereisungen oder auch Winddruck im Bereich der Türschwelle keine Problem darstellen würden.
Praktische Ausführung
Bevor mit der praktischen Ausführung begonnen wird, ist unbedingt festzulegen, welches Unternehmen für die wasserdicht Verbindung zwischen Türrahmen (oder Stockverlängerung) und Bauwerksabdichtung verantwortlich ist. Ist dies der Bauwerksabdichter, dann wird dieser die Feuchtigkeitsabdichtung auf die Stockverlängerung oder den Terrassentürrahmen hochziehen, befestigen und geeignet schützen (z.B. Blechabdeckung). Hierfür ist jedoch im Bauablauf zu berücksichtigen, dass der Terrassentürrahmen bereits zum Zeitpunkt der Bauwerksabdichtungsarbeiten versetzt wurde. Bei dieser Vorgehensweise ist dann nämlich auch der Bauwerksabdichter für den wasserdichten Anschluss an die Terrassentür verantwortlich.
Anders ist der Fall jedoch, wenn der Bauwerksabdichter für die Türrahmenunterkonstruktion (z.B. Betonsockel) die Abdichtung (im Regelfall bis Rauminnenseite gezogen) aufbringt und danach der Terrassentürrahmen inkl. Türe noch vom Fensterbauer versetzt wird. Die hierbei entstehende Fuge zwischen der am Sockel horizontal auslaufenden Feuchtigkeitsabdichtung und dem Türrahmen (oder der Stockverlängerung) wird dann im Regelfall mit Klebebändern vom Fensterbauer abgedichtet. Bei dieser Ausführungsart zählt die mit Klebeband abgedichtete Fuge noch zum Leistungsumfang des Fensterbauers.
An diesem Beispiel wird rasch erkennbar, dass unterschiedliche technische Regelwerke für den Anschluss an Türrahmen wirksam werden können. Es ist hinlänglich bekannt, dass die Dichtheit der Anschlussfuge nicht als singuläre Maßnahme zu verstehen ist. Vielmehr ist es die Kombination aus dem Dach-(Terrassen)aufbau inkl. Feuchtigkeitsabdichtung und diversen An- und Abschlüssen, welche für eine langfristig taugliche Terrassenkonstruktion erforderlich sind.
ÖNORM B7220.


Der Planung und Ausführung von Balkon- und Terrassenabdichtungen wird die ÖNORM B7220 (Verfahrensnorm) "Dächer mit Abdichtungen" Ausgabe 2002 zugrunde gelegt.
Um nun einen schwellenfreien Terrassentüranschluss überhaupt planen und ausführen zu können, sind gemäß dieser ÖNORM drei obligatorische Maßnahmen einzuhalten:
Die Feuchtigkeitsabdichtung ist mindestens 0,5 cm über Niveau (Geh- oder Fahrbelag bzw. Gitterrost) hochzuziehen. Die Hochzugsbahnen müssen mechanisch an den Untergrund (Türstock) geklemmt werden.
(Anm.) - Ist eine Befestigung nicht möglich, wäre der Anschluss mit Flüssigabdichtung sinnvoll.
Auf der Außenseite der Türschwelle ist eine Gitterrostabdeckung mit einer Breite von mindestens 20 cm und einem seitlichen Überstand von mindestens 30 cm über die Türlaibung einzubauen. Zudem ist für eine rasche Ableitung des anfallenden Niederschlagwassers zu sorgen.
(Anm.) - Hinsichtlich der Niederschlagsentwässerung lässt die ÖNORM-Definition einiges an Interpretationsspielraum zu. Ist nun die Niederschlagswasserableitung direkt im Splittbett, beispielsweise in Richtung außenliegender Entwässerungsrinne als dauerhaft zügige Ableitung zu verstehen, oder müsste aus dem Rigol ein so genannter Stichkanal (Entwässerungsrohr) in Richtung Entwässerungselement verlegt werden?
Aus heutiger Sicht kann als sicherste Lösung eine Drainagematte (Kunststoffnoppenbahn) unterhalb der Splittschicht angesehen werden. Diese gewährleistet großflächig, sowohl beim Warmdach als auch beim Umkehrdach, dass Niederschlagswasser vom Rigol direkt zum Entwässerungseinlauf geleitet werden kann.
Eine auskragende Dachkonstruktion z.b. Glasdach, deren Auskragung für die ortsüblich zu berücksichtigenden Regenspenden so ausgelegt ist, dass bei normalen Witterungsbedingungen kein Wasseranfall z.B. Schlagregen, im Türschwellenbereich vorkommt.


(Anm.) - Die Vorgabe der ÖNORM B7220 hinsichtlich ausgragender Dachkonstruktion findet beim Architekten nur sehr wenig Anklang. Bei etwaigen Schadensfällen an schwellenfreien Terrassentürkonstruktionen, die durch eine auskragende Dachkonstruktion entstanden wären, ist nämlich auch der Architekt verantworlich.


Wartung und Reinigung
Wie allerseits bekannt, ist schon durch eine fachgerechte Wartung und Reinigung die Funktionstauglichkeit von Terrassenflächen um ein Vielfaches zu verlängern.
Das Entfernen von z.B. einwachsenden Pflanzen im Bereich der Plattenfugen sollte für jeden Terrassenbesitzer selbstverständlich sein. Bauwerksabdichter müssen darauf jedoch stets hinweisen!
Weiters wird vielfach auch nicht beachtet, dass auf der Unterseite der Pflanzentröge Wurzeln auswachsen und diese sehr häufig durch Plattenfugen beispielsweise in das Splittbett einwachsen und somit die darunter liegende Abdichtung durchwurzeln. Ebenso nicht zu vernachlässigen ist auch die regelmäßige Reinigung von zugänglichen Terrassenentwässerungsabläufen.
Weitere Informationen finden Sie auf Unter der Rubrik fertige Richtlinien findet man die Wartungs- und Nutzungsanleitung für Dächer, Terrassen und Balkone.

Spenglerfachjournal

Anschlussprofil für Vollwärmeschutz

Querschnitt richtiges Anschlussprofil

Querschnitt richtiges Anschlussprofil

Quelle: Baumetall 6/2013

Einputzprofil für die Fassade

Einputzprofil für die Fassade

Entnommen aus: Baumetall 6/2013

Reiter 2 - Schäden

Es muss ja nicht gleich die Oper von Sydney sein. Doch wer Exklusives liebt und es sich leisten kann, lässt sich beim Dach einiges einfallen.
Wie wäre es mit einem Dach aus Kupfer, bunt glasierten Ziegeln oder einem Kraftwerk am Dach? "Machbar ist alles", sagt Gerhard Freisinger, Landesinnungsmeister-Stellvertreter der Dachdecker. Aber: "Das Dach muss in die Gegend passen. Außerdem muss die Himmelsrichtung stimmen." So könne man sich sein Haus gen Osten, Süden und Westen am Dach öffnen und sich dem Himmel ein Stück näher wähnen. Jedoch, warnt Freisinger: "Man sollte an die passende Beschattung denken. Es gibt sehr gute Lösungen."
Wie ein Schloss
Von Dachflächenfenstern in allen Größen bis hin zu von der Industrie hergestellten Dachbalkonen, die in die Dachschräge integriert und aufklappbar sind, spielen die Dächer schon alle Stückeln. "Besonders im Trend liegen derzeit Dächer in Holzriegelbau. Wer dabei unbedingt auffallen will und dem es viel Geld wert ist, der leistet sich eine Holzleimbinderkonstruktion mit ineinander verschachtelten Dachflächen. So etwas sieht aus wie ein Schloss." Wenn Geld keine Rolle spielt, wäre auch etwa ein Satteldach mit ausgeschnittenem Balkon machbar. Und das Material? So mancher wählt eine auffallende, außergewöhnliche Deckung aus Naturschiefer, schwarz glänzend. Es muss ja nicht gleich ein Goldenes Dachl sein.

Kleine Zeitung

Wasser in der Wohnung

WASSER IN DER WOHNUNG.
Die Ursache eines Wassereintritts in die Wohnung unter dem Terrassengeschoß einer Mehrfamilienwohnanlage war geplant und so gebaut. Funktioniert hat die Entwässerung rund sieben bis acht Jahre, aber jetzt gibt es bei den derzeit häufigen Gewitterregen mit großer Schüttmenge an Meteorwasser, in den Wohnungen unter dem Terrassengeschoß bei den Eigentümer immer wieder Frustanfälle. Diese gipfeln darin, dass die Meinung betreten wird, ein Flachdach bzw. eine Terrasse ist nicht wirklich wasserdicht herzustellen.

Vor zirka sieben Jahren hat ein Bauträger eine Wohnanlage errichtet und die Wohnungen in der Folge an Privatpersonen verkauft. Bei der Errichtung wurde über den Penthousewohnungen eine Blechbedachung mit Kaltdach ausgeführt. Diese wurde, da Hängerinnen eben das billigste sind, im Kaskadenverfahren auf die Terrasse des Penthouses entwässert. Die Terrassen sind aber ebenfalls über Hängerinnen entwässert worden, so dass das von der Blechbedachung auf die Terrasse ablaufende Wasser die Tiefe der Terrasse überwinden muss um zur Hängerinne vor der Terrasse zu gelangen. Damit das Wasser möglichst nicht über den Gehbelag rinnt (welcher von der Baufirma auf der Splittbettung verlegt wurde) was ja im Winter die Terrasse in einen Eislaufplatz verwandeln könnte, hat der Planer eine Gehbelagsplatte beim Ablaufrohr vom Blechdach aufgefüllt. Na ja , da hat sich mancher der Eigentümer wohl gedacht, für so genügsame Pflanzen wie Hauswurz oder Sedumsgewächse der ideale Pflanzbereich.

Rigole vor den Türen gab es sowieso nicht zu teuer, Hochzüge über den Gehbelag gingen sich wegen der Türkonstruktionen nicht aus, Vordach vor den Terrassentüren zu teuer daher nicht gebaut, aber behindertengerechte Ausgänge mussten es ja doch sein. Solche Wohnungen verkaufen sich schließlich leichter.

Der Bauwerksabdichter hat, wie aus dem vom Kollegen vorgelegten Unterlagen zu entnehmen war, wie man landläufig sagt, die Seele aus dem Leib geschrieben. Sogar bereits zu einem Zeitpunkt, wo noch keine Änderungskosten angefallen wären, da der Baukörper, zumindest nach Bauzeitplan noch nicht so weit errichtet war, also keine Gefällebetone vorhanden waren.

Insgesamt fünf Warnschreiben wurden mit den entsprechenden Verbesserungsvorschlägen vorgelegt. Die Antworten waren vorerst überhaupt ausgeblieben und nach dem dritten Warnschreiben hagelte es nur mehr Verzugsanzeigen mit Pönaledrohungen, aber weder Rigol och Stichkanal im Bereich der Ablaufrohre noch Vordächer wurden beauftragt.

Also hat der Kollege ausgeführt und die per Einschreiben versandten Warnschreiben gut aufgehoben. Denn was ist geschehen? Die Splittbettung des Gehbelages ist langsam aber sicher versandet, da ja vom Blechdach Staub und Emissionen aus der Luft mit dem Regenwasser in diese eingetragen werden. Weiters hat die teilweise rege gärtnerische Gestaltung der Terrassen zur Verlangsamung des Wasserabflusses beigetragen. Die abfallenden Blätter und Blumenerde haben die Fugen der Platten, dort wo mit offenen Fugen der Standardbelag verlegt wurde, verlegt. Auf den Sonderwunschterrassen war ein Steinmetz zu Gange, dieser hat die Gehbelagsplatte überhaupt gleich mit press gestoßenen Fugen verlegt.

Der Bauträger hat sich durch den Verkauf der Wohnungen aus seiner Verantwortung vordergründig verabschiedet. Denn nach ÖNORM B2110 Abschnitt 5.45.6 Besonderer Rückgriff, hat der Bauwerksabdichter ganz plötzlich die Eigentümer der Wohnung als Vertragspartner übernommen und Privatpersonen sind durch das KSCHG bzw. ABGB geschützt, also könnten jetzt Schadenersatzforderungen auf den Kollegen zukommen.

Eine schöne Sache gewinnt auch deshalb an Brisanz, da natürlich die Hausanlage durch eine Hausverwaltung betreut wird, die von den Vorgängen, dem Schriftverkehr und den Diskussionen während der Errichtung des Objekts keine Ahnung hat.

Ein Privatgutachten das die Mängel feststellt, ist rasch eingeholt, na ja, was soll ein Sachverständiger auch schreiben, wenn er nur den Schaden im Inneren der Wohnung sieht und die Ursachen im Übergehen der Anschlüsse und der Türstaffel augenscheinlich feststellen kann. Er berichtet der Versicherung natürlich, dass die festgestellte Ausführung nicht der ÖNORM entspricht.

Für die Wohnungseigentümer bitter ist die Feststellung, dass die erforderlichen Verbesserungen vorerst aus den Rücklagen bezahlt werden müssen, da ja nicht auf den Ausgang einer streitigen Auseinandersetzung gewartet werden kann.

Hetze kann man davon ausgehen, dass durch die Änderung der Wettersituation derartige Fehler in kurzer Zeit zu einem Versagen führen und Schäden nach sich ziehen.



Quelle: | dach wand 4 | 2008 | autor: gerhard freisinger |

Dachsanierung Land Kärnten

Erst der Antrag, dann die Arbeit
Um die Dachsanierung vom Land Kärnten fördern lassen zu können, muss man den Antrag schon vor dem Beginn der Arbeiten stellen.
Wer sein Dach sanieren und dies vom Kärnten fördern lassen möchte, sollte einige Punkte beachten: "Grundsätzlich werden Förderungen nur in Verbindung mit etwa einer Kaltdachkonstruktion gewährt", stellt Helmut Steiner vom Land Kärnten fest.
Werden manche Anträge eigentlich auch abgelehnt? - Steiner: "Wenn, dann, weil die Arbeiten vor der Antragstellung gemacht werden." Es gilt also die eiserne Regel: Antragstellung schon vor Beginn der Arbeiten. Weitere Bedingung: Das Haus muss älter als 20 Jahre sein und mit Hauptwohnsitz bewohnt werden. Die Förderung beträgt laut Steiner bis zu 25 Prozent der Investitionssumme.
Anträge beziehungsweise die erforderlichen Antragsmappen mit allen Infos können in der Abteilung 4 in der Mießtaler Straße 6 in Klagenfurt abgeholt werden. Oder auf

Kleine Zeitung

Wie Dächer an der Volksseele rühren

Dächer sollen Gebäude vor Witterungseinflüssen schützen. Zu diesem Auftrag gesellen sich Emotionen: Gerade Dächer kratzen gerne an der Identität einer Gemeinschaft. Warum?
Baugesetze schreiben vieles vor. Bei Dachbauten betreffen sie nicht nur die Statik oder Feuersicherheit, sondern meist auch die Form und Gestaltung. Die Kunsthistorikerin Wiltraud Resch und Gertraud Strempf-Ledl vom Internationalen Städteforum Graz haben es oft mit streitbaren Dächern zu tun.

Warum rühren gerade Dachformen so sehr an unserer Identität?
Wiltraud Resch: Weil ein Dach den Inbegriff von Geborgenheit darstellt. Seit Menschengedecken dient das Dach dem Schutz vor Regen oder Schnee. Dem Ausdruck "Ein Dach über dem Kopf zu haben" kommt eine existenzielle Bedeutung zu.
Wie sind wir zu der Dachform gekommen, die wir haben?
Gertraud Strempf-Ledl: Durch die Witterung und das vorhandene Material. Am Steildach kann Regen und Schnee abrinnen, somit hat sich das mit Ziegeln gedeckte Sattel-, Walm-, Schopfwalm- bzw. Mansardendach bei uns über Jahrhunderte bewährt und hält gleich die ersten 30 Jahre ohne Reparatur.
Das ist die praktische Erklärung. Wie kommt aber die öffentliche Meinung zustande?
Resch: Über dehnbare Begriffe wie "ortsüblich", "ortsfremd", "charakteristisch" oder "überliefert", die in Baugesetzen vorkommen, lässt sich streiten. Begriffe wie "das Vertraute" oder "das Fremde" im Ortsbild können, wie beispielsweise in der NS-Zeit, zu ideologischen Zwecken gebraucht werden.
Strempf-Ledl: Die Begrifflichkeit ist schwierig, da Architektur etwas Lebendiges ist und sich auch verändern soll.
Dachausbauten und alternative Energieformen sind brennende Themen besonders im urbanan Bereich, ganz besonders in der Altstadtzone.
Resch: Es sind die Dächer, die unserem historischen Städten die charakteristische Silhouette verleihen. Gerade Graz hat eine einzigartig ausgeprägte Dachlandschaft.
Strempf-Ledl: Durch neue Isoliertechniken wurde der Dachraum zu einem begehrten Wohnraum. Große Fensteröffnungen und alternative Energieformen wie Solar oder Photovoltaik zerstören diese Dachlandschaften und werden im Altstadtkern von Graz abgelehnt. Außerdem kann die Substanz durch nachträgliche Ausbauten sogar im Bestand gefährdet werden.

Kleine Zeitung

Dachbegrünung

Dachbegrünung: Anteil an Intensivbegrünung stieg auf fast 17%

(22.10.2011) Die Fachvereinigung Bauwerksbegrünung e.V. (FBB) hat anhand von internen Umfragen in den Reihen ihrer Mitglieder die Flächenanteile von extensiven und intensiven Dachbegrünungen in Deutschland für die Jahre 2008 bis 2010 ermittelt.

Aufgrund der ermittelten Zahlen geht die FBB davon aus, dass der Anteil an extensiv begrünten Dächern im Jahr 2008 bei 88,6% und der Anteil an Intensivbegrünungen bei 11,4% lag. Sowohl in 2009 als auch in 2010 stieg der Anteil der intensiv begrünten Dächer und lag im Jahr 2010 bei 16,9% (Extensivbegrünungen: 83,1%).

Bemerkenswert sind auch die ermittelten Zahlen innerhalb der "Extensivbegrünungen" und deren Einteilung in "einschichtig" und "mehrschichtig": betrug der Anteil der mehrschichtig extensiv begrünten Dächer in 2008 noch 52,9%, so stieg er bis 2010 auf 57,3% an.

Die ermittelten Zahlen bestätigen damit die "gefühlten" Tendenzen, die in der Gründachbranche schon länger diskutiert werden. Planer, Systemlieferanten und Verarbeiter gehen davon aus, dass immer mehr höherwertige mehrschichtige Extensivbegrünungen zur Ausführung kommen und genutzte (also intensiv begrünte) Dächer in den letzten Jahren zugenommen haben. Immer mehr Bauherren erkennen die vielen Vorteile von zusätzlichen Nutzflächen auf Dächern. Diese Entwicklungen werden nach Meinungen der FBB-Mitglieder anhalten. Positiv beeinflusst wird dieser Trend sicherlich auch durch die vermutete höhere Zahl begrünter Tiefgaragen.

Die FBB geht davon aus, dass in Deutschland pro Jahr etwa acht Millionen Quadratmeter Dachfläche neu begrünt werden.

Wasser am Dach

WUSSTEN SIE, DASS

die Sanierung bestehender Flachdachabdichtungen einen immer größeren Raum in der Abdichtungsbranche einnimmt? Natürlich, werden Sie sagen, das sehe ich ja an den Kundenanfragen und den Angeboten die auszuarbeiten sind. Außerdem sehe ich auch, dass ich im Gegensatz zu den Angeboten für Neuobjekte, immer öfter Besichtigungen durchführen muss. Und wird es mit dem Auftrag nichts, habe ich nur Kosten produziert aber keinen Erfolg eingefahren. Leider ist das eben das Unternehmerrisiko, aber, wenn nun der Billigsdorfer, der sich so gar nicht um den technischen Standart kümmert so mir nicht, dir nichts die Aufträge abschleppt, dann könnte es doch zumindest beim cleveren Investor für diesen Billigsdorfer eng, sehr eng werden. Ich weiß schon, es dauert alles seine Zeit. Wenn Flachdachsanierungen abgeschlossen sind und der Nutzer das erste Mal nach der Fertigstellung auf das Flachdach geht, spätestens dann fällt auch dem Laien auf, da steht ja noch immer jede Menge Wasser auf meiner Dachfläche. Die erste Reaktion kenn wir alle nicht zahlen, die zweite Reaktion eine Diskussion mit dem Auftragnehmer entsteht, und die dritte Reaktion ein Sachverständiger muss her.
Jetzt betrachten wir einmal die ÖNORM, vor allem die Werkvertragsnorm B 2220 da ist hinsichtlich der Sanierung in der derzeit gültigen Ausgabe nichts zu lesen. Aber es gibt ja auch noch die ÖNORM B 7220 Verfahrensnorm.
Wenn nun ein Unternehmen ein Angebot für eine Sanierung erstellt, so gilt ja dieser als Planer und hat die ÖNORM B 7220 zu berücksichtigen. Im Kapitel D.20 Dachsanierung ist (1) die Vorgehensweise zu lesen und da steht auch, z.B. Anordnung und Bemessung von zusätzlichen Entwässerungsabläufen, Bemessung einer eventuellen Gefälledämmung.
Ein gewissenhafter Unternehmer macht seinen Auftraggeber auf so verschiedene Erfordernisse aufmerksam, ist daher mit seinem Angebot bei fachgerechter Ausarbeitung auch etwas teurer. Aber wenn alle Notwendigkeiten berücksichtigt sind, ist der anbietende Unternehmer auf der "sicheren" Seite.
Bei Änderungen des Flachdachsystems von schwerem Oberflächenschutz auf mechanische Befestigung hat es schon so mansche Überraschung gegeben. Heute gehen wir ja davon aus, dass die Trapezbleche eine Dicke von 0,88 Millimeter aufweisen, und die Windlastberechnung hinsichtlich der Befestiger wird meist auch so ausgelegt. Aber bei einem Altobjekt, Sie wissen schon, da gehört die Dicke der Deckenunterlage gewissenhaft geprüft. Bei Blechdicken von 0,60 Millimeter wie diese Seinerzeit im Industriebau üblich waren, da spielt die Verstärkung der Befestigeranzahl bei einer größeren Halle schon eine Rolle. Wie auf dem Bild unschwer zu erkennen ist, stehen auf der gezeigten Dachfläche bis zu 8,0 Zentimeter Wasser die Dicke des schweren Oberflächenschutzes beträgt 5,0 Zentimeter, das heißt die Deckenunterlage hat sich mehr als die erlaubten l/300 durchgebogen und nun sitzen die Gully an der höchsten Stelle, nämlich im Achsenkreuz der Auflager der Sekundärträger. Was heißt, dass bei einem freien Angebot, das Ausgleichen der Mulden mit welchem Material auch immer, funktioniert nicht, zusätzliches Gewicht wird die Tragkonstruktion nicht vertragen, deshalb soll ja auch der schwere Oberflächenschutz herunter, und die Dachhaut mechanisch befestigt werden, und eine Zusatzdämmung wünscht man sich auch. Mit einer Gefälledämmung die Mulden ausgleichen wollen, der Fachleser weiß das ja, funktioniert es nicht. Konsequenz daraus: es muss mit Zusatzgullys gearbeitet werden, dies bedingt natürlich auch eine Leitungsführung im Inneren der Halle und einem Anschluss an den Regenwasserkanal. Bei einer in Betrieb befindlichen Halle kein so leichtes Unterfangen, aber machbar.
Was fehlt, ist der Auftrag des Investors/Hallenbetreibers für den Gesamtumfang.
Ich meine ja auch, dass mit Sanierung von Flachdächern auch eine thermische Verbesserung einher gehen sollte, da ja der Energieausweis für die Gebäude bereits beschlossene Sache ist, und jeder Betreiber, Eigentümer, Investor, weiß, dass ein solcher ei Veränderung des Eigentums vorgelegt werden muss.
Bei Wohnobjekten sollten Sie jedenfalls daran denken, dass die thermische Verbesserung des Flachdachs auch zu den entscheidenden Maßnahmen der Werterhaltung des Objektes gehört und wesentlich die Betriebskosten beeinflusst. Für derartige Informationen wird der Kunde sicher dankbar sein!

Quelle: | dach wand 3| 2008 | autor: gerhard freisinger |

Abdichtung für Terrassen

TEIL 1
Die Wahl der umgangssprachlich bezeichnet "richtigen Abdichtungsbahn" ist zumindest genau so Komplex, wie den "richtigen Flachdachaufbau" zu bestimmen. In Teil 1 der Kurzserie Abdichtungsmaterialien für Terrassen erläutert Wolfgang Hubner die "Allgemeine Klassifikation".

Komplex ist diese Entscheidung deshalb, weil die Abdichtungsbahn nicht nur den Dachaufbau beeinflusst und vice versa beeinflusst wird, sondern auch von allerlei (z.B. wirtschaftlichen) Strömungen begleitet wird. Beim Stichwort "richtige Flachdachabdichtung" gibt es auch noch (fälschlicherweise) das in der Baupraxis vorherrschende "Lagerdenken", wo das eine Lager, ausschließlich mehrlagige bituminöse Abdichtungsstoffe als Ziel ansieht, das andere Lager wiederum der Meinung ist, dass mit der Evolution der Kunststoffdachbahnen alle Abdichtungsprobleme der Vergangenheit angehören. Und dann gibt es noch jenes Lager, das in flüssig aufzubringenden Abdichtungsstoffen das Abdichtungswunder sieht, und zu guter letzt das Lager sämtlicher Alternativabdichtungen, die nach Auskunft ihrer "Lagersprecher" auf die längste historische Tradition zurückblicken können.
Auch hat sich in der Branche (Diktion nicht nur auf den Baustellen zu vernehmen) bis dato nicht einmal die richtige Bezeichnung für die niederschlagswasserabdichtene Schicht etabliert. Vielfach wir dese Schicht als "Isolierung" (Begriff aus der Wärme/Kälte Schalttechnik), oder Pappe, Haut, Folie, Beschichtung usw. bezeichnet. Jeder dieser Begriffe assoziiert jedoch etwas, dass eine Feuchtigkeitsabdichtung (dies wäre der richtige technische Terminus) nicht würdig ist. Tatsächlich ist die Feuchtigkeitsabdichtung die wichtigste Schicht im Bauwerksschutz und muss langfristig sämtlichen exogenen Einwirkungen standhalten.
Beständigkeit ist unter anderem gefragt gegenüber: Feuchtigkeit (Niederschlag, Nutzungsfeuchte, Kondensatfeuchte), Temperatur (Dachoberfläche, Temperaturunterschied, Innen-Außen, erhöhte Temperatur durch Wärmedämmung), Mechanische Einwirkung (Risse, Schwingungen, Spannungen der UK, Temperatur bedinget Längenänderungen der Wärmedämmung, Nutzlasten , Reklameständer, Eisschub) physikalische chemische, biologische Einwirkungen (UV-Strahlung, Säuren, Algen, Bakterien, Wurzeln) und Alterung (natürliche Alterung).
Diese auszugsweise aufgelisteten Faktoren wirken jedoch nicht wie vielfach in Materialprüfungen dargestellt für sich und/oder sequentiell , sondern als Wirkungskomplex mit schwer abschätzbaren Folgen auf das Material ein.

ABDICHTUNGSKONZEPT. Generell ist das richtige Abdichtungskonzept (beinhaltet alle Schichten im Flachdachaufbau) von verschiedenen Einflussfaktoren abhängig. Beispielsweise ist der Verarbeitungszeitpunkt der Feuchtigkeitsabdichtung (z.B. im Winter) zu nennen, wo die Kälteflexibilität und das Nahtverbindungsverfahren ein wesentliches Thema darstellen. Konträr dazu im Sommer z.B. die Wärmestandfestigkeit des Materials und die Sonnenlichtreflexion der Abdichtungsoberfläche. Oder bauphysikalische Parameter, die etwa in Form des Diffusionswiderstands den Dachaufbau einmal positiv und das andere Mal negativ beeinflussen.
Auch die Anforderungen an die Brennbarkeit werden objektspezifisch unterschiedlich gehandhabt.
Nicht zu vernachlässigen wäre dann noch der Qualifizierungsstatus de im ausführenden Unternehmen tätigen Personen. Ein Handwerker der es gewohnt ist, mit bituminösen Produkten zu arbeiten, wird ohne profunde Schulung seine liebe Not mit einer Terrasse samt Kunststoffabdichtung haben. Deshalb werden in Zukunft umfangreichere Schulungsnachweise sowie Verarbeitungspraxis einzufordern sein (siehe z.B. Verarbeitung IFB). Fazit: Für jede Dachfläche muss individuell die in der Applikation sicherste Variante festgelegt werden.

FLACHDACHAUFBAU. Hier gilt primär zu unterscheiden zwischen der Vor-Ort-Applikation der einzelnen Dachschichten und den fabriksmäßig vorkonfektionierte Dachaufbauten, die als Einheit nur mehr montiert werden.

ABDICHTUGSMATERIALIEN. Wie kennen zahlreiche materialspezifische Unterscheidungskriterien:Primäres Unterscheidungsmerkmal sind: bahnenförmige oder Flüssig-viskose AbdichtungsstoffeEine weitere Unterteilung der bahnenförmigen Abdichtungen sind Stoffe einzelner Bahnenstreifen, die auf dem Dach zu einer großflächigen Abdichtungsfläche untereinander verbunden werden. Oder planenförmige Abdichtungen, die fabriksmäßig vorkonfektioniert wurden uns als großflächige "Plane" am Dach nur mehr ausgelegt werden, womit ein Großteil der Nahtverbindungen vor Ort gefällt. Bahnenförmige Abdichtungen können wiederum ein oder mehrlagige Abdichtungssysteme darstellen und eröffnen somit eine weitere Klassifizierung.Diese sind in Abhängigkeit der objektspezifischen Randbedingungen wieder lose, teilflächig oder vollflächig mit dem Untergrund (Rücklage) zu verkleben/befestigen. Nun kann die Kategorisierung in bituminöse Abdichtungsstoffe vorgenommen werden. Das Nahtverbindungsverfahren, respektive ob überhaupt eine augenscheinlich erkennbare Fügeschnittstelle evident ist, ist materialabhängig. Bahnenförmige Abdichtungen lassen Fügnähte erkennen, flüssig-viskose Abdichtungen verfließen ineinander oder erkennbare Fügerränder.
VERBINDUNGSVERFAHREN BEI BAHNENFÖRMIGEN ABDICHTUNGEN:Verlegung mit heiß zu verarbeitender Klebemassen oder offener Flamme (vorzugsweise bituminöse Abdichtugsstoffe). Verlegung mit kalt zu verarbeitender Klebemasse (vorzugsweise bituminöse Abdichtungsstoffe). Für diese Verlegung dürfen nur stoffverträgliche kalt zu verarbeitende Klebemassen verwendet werden. Die offene Wartezeit ist mit dem Klebersystem anzupassen.Quellschweißen (im Regelfall Kunststoffbahnen). Hierbei sind die sauberen Verbindungsflächen mit einem geeigneten Lösungsmittel (Quellschweißmittel) oder Lösungsmittelgemisch anzulösen und unmittelbar danach durch Druck zu verbinden. Warmgasschweißen (im Regelfall Kunststoffbahnen grundsätzlich jedoch auch bei Polymerbitumen möglich). Hierbei sind die sauberen Verbindungsflächen durch Einwirkung von Warmgas (Heißluft) zu plastifizieren und unmittelbar danach durch Druck zu verbinden. Heizelementschweißen (im Regelfall Kunststoffbahnen). Hierbei sind die sauberen Verbindungsflächen durch einen Heizkeil zu plastifizieren und unmittelbar danach durch Druck zu verbinden. Vulkanisation. Nahtverbindung bei EPDM Bahnen. Hochfrequenzschweißen (Kunststoffbahnen) Weitere Nahtverbindungsverfahren sind bekannt (z.B. Klebebänder etc.), stellen jedoch zumindest nach österreichischen Normen keinen geregelten Einsatzbereich dar und werden deshalb auch nicht behandelt.

Quelle: Der Dachdecker Juni 2009

Mehr Pflege bitte!

Flachdach- und Terrassenflächen sollten auch Eigentümer/Nutzer gepflegt werden.

Die Eigentümer/Nutzer eines Objektes mit Flachdach und/oder Terrasse sollten Terrassen nicht nur für lustige Festerln nutzen, sondern diesen Flächen auch Pflege angedeihen lassen. Vor allem Wohnungsbesitzer, die unter Umständen einen anderen Bezug zu Pflanzen und Bewuchs haben, wie auch der Besitzer dieses Wohnhauses (Bild) finden es scheinbar hübsch, wenn auf der Terrassenfläche auch etwas Grün wächst (nicht nur im aufgestellten Blumentopf)

Schlimm wird es dann, wenn derselbe Wohnungsnutzer meint, er habe eine funktionierende Flachdachabdichtung mit Gehbelag bestellt und da gehört das dauerhafte, sichere und verlässliche Ablaufen des Wassers auch dazu.

Noch schlimmer wird die Sache wenn der Handwerker Jahre nach der Übergabe des Bauwerks und der mängelfreien Ab- und Übernahme plötzlich, für ihn aus heiterem Himmel, eine Mängelrüge erhältlich die da heißt:

"Sie haben einen versteckten, geheimen Mangel zu vertreten. Durch diesen Mangel ist in meine Wohnung und in die darunterliegende Wohnung bei dem Niederschlag am Tag x Wasser eingetreten. Der Eintritt fand im Bereich der Terrassentüre statt und hat Schäden in meiner Wohnung in der Höhe der Summe xxxxxx verursacht. Sie werden aufgefordert den Mangel und die Folgeschäden zu beheben."

Nachdem jahrelang keine Mängelrüge oder Meldung hinsichtlich eines Versagens der Abdichtung unter dem Gehbelag erfolgt ist, die Gewährleistungszeit anstandslos abgelaufen ist, meint der Handwerker mit einem Brief, in dem etwa steht "meine Gewährsleistung ist abgelaufen, es bestehen keine Ansprüche" oder " die Mängelrüge wird zurückgewiesen" , das Auslangen zu finden. Aber der Nutzer ist hartnäckig und will einen Geschäftstermin. Na ja, als leidgeprüfter auch hin und wieder zu unrecht geprügelter Handwerker geht man halt hin, sieht was da los ist, und dass schon jahrelang keine Pflege erfolgt ist.

Die Aufklärung, das die Terrasse zu pflegen ist und der Stichkanal zum Flachdachablauf auch gereinigt gehört, hört sich der Nutzer interessiert an, meint aber in der Gegenrede "es hat mir niemand gesagt, dass die Terrasse gepflegt werden muss, keine Pflanzen wachsen dürfen und dass es einen "Stichkanal" gibt, der gereinigt werden muss, woher soll ich das wissen, der ist ja nicht zu sehen. Da mir das nicht mitgeteilt wurde, haften Sie für den Folgeschaden trotzdem. Wenn mir eine "Gebrauchsanweisung" mit einem Hinweis auf die Pflegenotwendigkeiten übergeben worden wären, hätte ich "

Eine Gebrauchsanweisung für das Flachdach oder die Terrasse wer hat so ein Papier schon einmal ausgestellt? Von mir kann ich behaupten 37 Jahre selbstständig ich finde in meinem Schriftverkehr nichts derartiges. Wohl, das eine oder andere Schreiben, in dem ich nach Anfrage dem Kunden die erforderliche Wartung mitteile und die Kosten hiefür anbiete.

Nach derartigen Versuchen, die Kosten für die Wartung zu sparen und über eine Mängelrüge dem ehemaligen Ausführenden zu überbinden, und wenn schon ein Schaden entstanden ist, für die Beseitigung des Schadens auch dessen Versicherung in Anspruch zu nehmen, empfehle ich dringend, in den Angeboten (aber spätestens beim Ab-/Übernahmeansuchen im Zuge der Rechnungslegung) auf die erforderliche Pflege des fertigen Werkes hinzuweisen und/oder diese anzubieten.

Der Kunde ist damit auf das Erforderliche aufmerksam gemacht, und er weiß, mein Handwerker ist gewissenhaft und weist mich darauf hin, dass ein Flachdach, eine Terrasse auch gepflegt und gewartet werden will.

PS: eventuell wäre auch eine Gebrauchsanweisung, so wie diese bei Elektrogeräten üblich ist z.B. Mikrowelle "stecken Sie nicht Ihre Katze zum Trocknen in dieses Gerät" angebracht. Bei einem Flachdach heiße das in etwa "Begehen Sie das Flachdach zu Wartungszwecken nicht mit Bleistiftabsätzen oder genagelten Schuhen, diese könnten die Dachhaut perforieren".


Quelle: | dach wand 3 | 2008 | autor: gerhard freisinger

Anschlussprobleme bei Holzriegelbau

In diesem Fachartikel zeigt Gutachter Gerhard Freisiger die Anschlussprobleme und deren Vermeidung

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Reiter 3

Pflichten des Hausherrn

Dächer bedürfen einer gewissen Pflege und Aufmerksamkeit. Auch im Winter!
Wir übernehmen Ihnen gerne diese Arbeit!

ÖNORM 3691 in Theorie und Praxis

Das Dach unterm Dach - ÖNORM Neuerungen

Neue ÖNORM B 4119
Unterdächer als zusätzliche, wasserableitende Schichten unter Dacheindeckungen sind heute der übliche Standard bei gedeckten Dächern.
Damit bei einem Haus im wahrsten Sinn alles unter Dach und Fach ist, gibt es nun die mit 15. Dezember 2010 veröffentlichte ÖNORM B 4119.
Dipl.-Ing. Dr. Heim Ellmer, Komitee-Manager bei Austrian Standards Institute: "Der Bauteil Dach samt Unterdach entsteht unter Zusammenwirken mehrerer Gewerke, wie Zimmerer, Dachdecker und Bauspengler, wodurch es immer wieder zu Haftungsabgrenzungen und Problemen mit den jeweiligen Prüf- und Warnpflichten kommen kann. Die ÖNORM B 4119 bringt hier Klarheit."

Ziele und Neuerungen
Die vorrangigen Ziele dieser Norm sind u.a. eine Zusammenfassung von gewerksübergreifenden Vorschlägen für eine fachlich richtige Ausführung und Unterstützung von Planern und Ausführenden; die Schaffung einer Grundlage für die Ausschreibung und Vergabe; die richtige Auswahl von geeigneten Materialien; Sicherung eines Qualitätsstandards für Unterdächer und nicht zuletzt die Verbesserung der Rechtssicherheit für Auftraggeber und Auftragnehmer.
Gegenüber der bisher gültigen ON-Regel ONR 22219-2, wurden u.a. Belüftungsquerschnitte (Konterlattenhöhen) aufgenommen, eine exakte Abgrenzung zwischen regensicherer und erhöht regensicherer Ausführung getroffen, zusätzliche Angaben zur Fügetechnik aufgenommen und der Anwendungsbereich auf belüftete Dächer mit Abdichtungen erweitert.

Spenglerfachjournal

Normenänderungen 2012

Einige Normen betreffen das Gewerk Dach/Spengler ab 2012

dazu zählen:

Schneeschutz

Wetterextreme nehmen zu. Die außergewöhnlichen Belastungen wie Eis und Schnee beanspruchen Österreichs Dächer in verstärktem Ausmaß.

Richtiger Schneeschutz schützt nicht nur Mensch und Gut im Traufenbereich, sondern das Dach selbst. Mittlerweile gibt es sogar eine Norm, die sich mit der richtigen Ausführung von Schneeabrutschsicherungen beschäftigt: Die ÖNORM B3418, gültig seit 15. Juli 2010.
Diese Norm weist unter anderem darauf hin, dass für Dachsteineindeckungen in schneereichen Gebieten nur Schneestoppsteine als richtiger, funktioneller Schneeschutz einzusetzen sind. Dies bestätigt was Bramac schon seit Jahrzehnten empfiehlt.

Bramac"s jüngste Entwicklung zum Schutze des Daches hat sich in ausreichenden Labor- und Praxistests bereits erfolgreich bewährt: die sichere Ausführung von Kehlen in schneereichen Gebieten.

Gerade die Kehle ist - auf Grund der geschnittenen Dachsteine bzw. schlechten Auflage der Steine am Kehlblech - ein sehr "sensibler" Bereich bei hohen Schneelasten. Die Lösung von Bramac: Der PU-Schaum unterstützt die Kehlsteine in ihrer Auflage. Damit es optisch zu keinen Beeinträchtigungen kommt, wird vorher ein Compriband entlang der Kehle verlegt.

Im Bereich Schneeschutz wurde die Menge der einzubauenden Schneenasen nach oben gesetzt, im Bereich Lienz sind das ab sofort mindestens 3 Stk (Lage- und Dachneigungsabhängig)
Ebenso müssen ab sofort die Schneenasen über die gesamte Dachfläche verlegt werden.

Eine Verlegeanleitung dazu finden Sie hier


Windsog (entnommen von der Homepage der Fa. Bramac Dachsysteme, Feb. 2012)

STAND: April 2011

Die Windsogsicherung wird immer bedeutender, da die Intensität und Dauer der Stürme immer mehr zugenommen hat.

Durch die Erhöhung der Windlasten sind heute viele Dächer, die in der Vergangenheit noch keine spezielle Windsogsicherung benötigten, verstärkt zu befestigen. So sind auch insbesondere die Randbereiche wie an Ortgang, First, Pult, Traufe, Grat und Kehle zu berücksichtigen. Eine wirksame Befestigung der Dachsteine erzielt man am besten mit Sturmklammern, wie der Bramac Euro-, oder Nordmarkklammer. Eine Nagelung der Dachsteine alleine bringt in der Regel nur geringfügige Verbesserungen des Abhebewiderstandes. Der Abhebewiderstand nimmt mit steigender Dachneigung geringfügig ab.

Um den gestiegenen Anforderungen gerecht zu werden, ist es teilweise auch notwendig, mehr Sturmklammern mit verbesserten Auszugswerten zu verarbeiten. Die Bramac Dachsysteme GmbH hat nach den Vorgaben der Normen (Stand April 2011) ihre Dachsteine und deren Befestigungsmittel getestet. Die Ergebnisse bilden die Grundlage für das Bramac Windsogberechnungs-Programm.

Unter bestimmten Voraussetzungen muss ein Sondernachweis durch einen Fachplaner oder Statiker erstellt werden. Die Erstellung eines solchen Nachweises ist aufwändig und zeitintensiv. Bramac unterstützt Sie dabei mit einem individuellen Bramac Windsogberechnungs-Service!

Wenden Sie sich bitte bei Fragen zur fachgerechten Windsogsicherung von Dachsteinen an Ihren Bramac Fachberater oder an die

Bramac Anwendungstechnik
Tel: 02757 4010-0
Fax: 02757 4010 64

Es gibt eine neue Windsogberechnung (siehe Bramac)
Diese Verlegenorm gilt ab 2012!
Hier ist jedes neue Dach gemäß dem Windosgberechnungsprogramm mit sogenannten Sturmklammern auszuführen.

Eine wirksame Befestigung der Dachsteine erzielt man am besten mit Sturmklammern, wie der Bramac Euro-, oder Nordmarkklammer. Eine Nagelung der Dachsteine alleine bringt in der Regel nur geringfügige Verbesserungen des Abhebewiderstandes. Der Abhebewiderstand nimmt mit steigender Dachneigung geringfügig ab.

Verschärfter Brandschutz

Die Industrierichtlinie ist im Rahmen der Landesbauordnung in der Liste der technischen Baubestimmungen der Bundesländer aufgenommen und somit verbindlich. Dachflächen von über 2500 m2 sind so auszubilden, dass eine Brandausbreitung über das Dach behindert wird. Dies gilt als erfüllt bei Dächern nach DIN 18234.
An die auf dem Industriedach verwendeten Bauprodukte sind somit besondere Anforderungen gestellt.
EPS ist hier nur noch in Ausnahmefällen einsetzbar. Wenn das Dach z.B. mit einer 5 cm dicken Kiesschicht belegt wird oder EPS als Verbunddämmung mit unterseiiger Brandschutzschicht eingebaut wird. Auch die Dampfsperren dürfen einen maximalen Heizwert nicht überschreiten.
(Quelle - Bauder Info, Juli 2008)

Wartungsfreie Begleitheizungen für Dachrinnen und Wasserrohre

Verbogene Dachrinnen und geplatzte Fallrohre verursachen (fast?) jeden Winter vielerorts kostenintensive Schäden. Noch schlimmer kommt es, wenn herabhängende Eiszapfen Passanten in Gefahr bringen, Lawinen parkende Autos treffen oder Dächer unter Schneelasten zusammenbrechen. Denn auch wenn nach 836 bzw. 908 des Bürgerlichen Gesetzbuches im Schadensfall durch Schnee und Eis an Gebäudeteilen weder ein vorbeugender Abwehranspruch noch ein Schadensersatzanspruch besteht, so können Immobilienbesitzer dennoch verpflichtet werden, den Naturgefahren und Unfallrisiken mit einem umfassenden Schutz entgegenzuwirken - vor allem in schneereichen Gegenden. Experten empfehlen daher neben der Anbringung von Schneefanggittern eine zuverlässige Elektro-Dachrinnen- und Rohrbegleitheizung.

Das Funktionsprinzip eines solchen No-Frost-Systems ist verhältnismäßig einfach: Ein wärmeleitendes Heizband wird in Regenrinnen und entlang von Rohrleitungen mittels eigenem Befestigungsmaterial verlegt und gibt so gleichmäßig Wärme an das Tauwasser bzw. durchlaufende Wasser in Rohrleitungen ab. Das Wasser kann nicht gefrieren und somit kann die Rohrleitung nicht platzen.

Der mit No-Frost-Systemen erfahrene Spezialist AEG Haustechnik hält eine Begleitheizung für Dachrinnen aus Metall oder Kunststoff, Fallrohre sowie andere wasserführende Rohrleitungen im Freien parat. In Kombination mit einem Temperatur- und Feuchteregler arbeitet das No-Frost-System automatisch. Zwei Heizkabel stehen bei AEG zur Auswahl:

Ein selbstlimitierendes Heizband, das einen energiesparenden Betrieb durch eine automatische Temperaturbegrenzung verspricht, und
ein Heizkabel mit fester Heizleistung als eine preiswerte Alternative mit Heizleiterisolation aus FEP.

In Anlehnung an VDE DIN 0253 bestehen die AEG-Heizleiter aus einem Kupferdraht, einem zusätzlichen Kupfergeflecht sowie einer mehrschichtigen chemikalien-, hochtemperatur- und UV-beständigen PVC-Isolierung. Da erst die fachgerechte Planung und Ausführung Einzelkomponenten zum perfekt funktionierenden Gesamtsystem macht, sollte die Dachrinnen- und Rohrbegleitheizung unbedingt von einem erfahrenen Elektro-Installateur montiert und in Betrieb genommen werden.

Die Dachrinnenheizung wird in der Dachrinne verlegt.
In das Fallrohr muss ein Heizband installiert werden, das etwa einen Meter in das Erdreich hineinragt.
Bei der Rohrbegleitheizung wird das Heizband direkt am zu beheizenden Rohr unter der Wärmedämmung eingebaut.

Zum System gehört auch ein Eismelder mit Feuchtefühler und Temperatursensor. Aus den anfallenden Daten ermittelt der Eismelder den passenden Einschaltzeitpunkt, was Strom spart. Eine Eisbildung soll so erst knapp vor dem Gefrieren verhindert werden.

Hohe Stromkosten brauchen Wohnungsunternehmen nicht zu fürchten: Die AEG Dachrinnen- und Rohrbegleitheizung benötigt dem Unternehmen zufolge mit einer Leistung von 30 Watt pro Meter nur wenig Strom. In jedem Fall rechtfertige der geringe Stromverbrauch die Vermeidung von Gebäudeschäden durch Eis und Tauwasser sowie Unfälle. (Spenglerzeitung 21.7.2011)

Haftung bei Dachlawinen

Die Haftungsfrage bei Schäden durch Dachlawinen ist oftmals nicht eindeutig. Einige Punkte sollten jedenfalls beachtet werden, um den entsprechenden Versicherungsschutz im Schadensfall zu haben.
Bei Auftreten von Tauwetter und damit verbundenen Gefahren des Abgehens von Dachlawinen von der straßenseitigen Front des Gebäudes ist unverzüglich eine ausreichende Anzahl von Warnstangen aufzustellen und für eine Abräumung des Schnees vom Dach Sorge zu tragen. Das bloße Aufstellen von Warnstangen reicht dabei nicht aus. Die Gefahr selbst muss beseitigt werden. Wurde diese Aufgabe nachweislich einem Unternehmen übertragen, haftet dieses dafür.

Achtung vor Mitverschulden!

Es kann durch Passanten oder Autobesitzer, die durch eine Dachlawine geschädigt werden, ein Mitverschulden eintreffen. Wenn man bei entsprechender Aufmerksamkeit die Gefahr erkennen hätte können, kann ein Mitverschulden in Betracht gezogen werden. Ein solches Mitverschulden kann insbesondere bei Beschädigung von parkenden Autos entstehen, wenn diese trotz herrschenden Tauwetters und damit verbundenen Dachlawinen gerade dort abgestellt werden, wo bereits von der Straße aus die auf dem Dach lagernden, eventuell sogar überhängenden Schneemassen erkennbar sind. Damit verbunden kann auch eine Kürzung der Schadenersatzforderung sein.
Ist trotz aller vorbeugender Maßnahmen ein Schaden durch eine Dachlawine entstanden, ist eine ordentliche Dokumentation für die Schadensentwicklung hilfreich.
Bei Bestehen einer Versicherung mit entsprechenden Leistungsumfang und geklärter Haftungsfrage aus der Gebäudeversicherung, KFZ-Kaskoversicherung oder der privaten Unfallversicherung kann der geschädigte Passant oder PKW-Besitzer Leistung erwarten.
Eine entsprechende Rechtsschutzversicherung trägt für die rasche Durchsetzung von Schadenersatzansprüchen bei.
Quelle: Versicherungbüro Profer, Lienz, Osttiroljournal

Reiter 4 - Presseartikel diverse

Gegen Wind und Wetter

Wind und Wetter - Teil 1
Wind und Wetter - Teil 2
Wind und Wetter - Teil 3

Fachtitel aus der Presse, März 2014, Entnommen aus: Solid, Fachzeitschrift, März 2014

Enke Fußbodenkonfigurator

Machen Sie sich selbst ein Bild - mit Hilfe des Konfigurators von Enke können Sie schon jetzt sehen, wie Ihr Boden mal ausschauen könnte.

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Kaum mehr stille Materialreserven

Meldungen über eingestürzte Dächer haben viele Hausbesitzer verunsichert, nicht ganz unberechtigt. Momentan vorherrschende Schneehöhen in den Tallagen zwischen 70 bis 90 cm und mehr, zum Teil auch noch nass und stark gepresst, ergeben eine Schneelast, die bis an die Schneeregellast laut Norm heranreicht. Auch wenn es noch Sicherheiten bei der zulässigen Materialstabilität gibt, bedeutet dies nichts anderes, als dass man sich trotzdem den Grenzen der möglichen Belastung nähert. Wie beruhigend wäre es, hätte der Zimmermann doch die tragenden Balken überdimensioniert, man müsste sich jetzt keine Gedanken über die Stabilität seines Daches machen. Doch heutzutage, wo alles billiger, schneller und filigraner gebaut werden muss, ist wohl kaum noch mit "stillen Materialreserven" zu rechnen. Der Billigstbieter ist nicht automatisch der Bestbieter, Geiz ist doch nicht so geil, wenn es um die eigene Sicherheit geht.
Quelle: ZT DI Hannes Kanus (Leserbrief - Kleine Zeitung vom 11. 1. 2006)

Fassadenverkleidung

Im Rahmen einer Fassadenverkleidung wird eine Hausfassade mithilfe spezieller Baumaterialien verkleidet, wodurch ein optimaler Schutz für eine Außenfassade und die auf dieser befindlichen Dämmmaterialien gewährleistet wird.
Heutzutage finden sich sehr unterschiedliche Fassadenverkleidungen.

Die zeitgemäßen Fassadenverkleidungen unterschieden sich teilweise gravierend bezüglich ihrer Materialbeschaffenheit und der hieraus resultierenden Optik. In einem gut sortierten Baustoffhandel finden sich beispielweise spezielle Paneelen für Fassadenverkleidungen, welche aus sehr anschaulichem Holz gefertigt wurden und ein rustikales Erscheinungsbild aufweisen. Ferner werden in der heutigen Zeit auch häufig Fassadenverkleidungen aus überaus witterungsbeständigen Kunststoffen angeboten, die sich in Bezug auf die Optik sehr unterschiedlich gestalten. Hierbei erfreuen vor allem die anschaulichen Fassadenverkleidungen mit einer Naturstein-, Klinker- oder Schieferoptik einer sehr hohen Beliebtheit, da diese Verkleidungsmaterialien der Fassade von einem Eigenheim ein sehr natürliches und edles Erscheinungsbild verleihen.

Häufig werden auch Verbundstoffe für eine Fassadenverkleidung eingesetzt.

Die modernste Form von Fassadenverkleidungen gestaltet sich in Form von speziellen Verbundstoffen, welche sich aus der optisch sehr schönen Oberschicht und einer effektiven Wärmedämmschicht zusammensetzten. Mithilfe derartige Materialien kann sowohl die Wärmedämmung als auch die Verkleidung der Fassade in nur einem Arbeitsschritt erledigt werden.

Je nach Verkleidungsmaterialien kommen unterschiedliche Montagemethoden zum Einsatz.

Die Montagemethode einer Fassadenverkleidung hängt grundsätzlich von der Beschaffenheit der Verkleidungsmaterialien ab, jedoch werden die Verkleidungspaneelen in den meisten Fällen auf ein zuvor an der Fassade angebrachtes Untergerüst befestigt. Hierbei spricht man von einer hinterlüfteten Fassadenverkleidung, welche eine optimale Luftzirkulation ermöglicht, wodurch eine negative Beeinflussung des Mauerwerks durch eventuelle in die Fassadenverkleidung eindringende Feuchtigkeit optimal verhindert werden kann.

Schneeschäden kommen teuer

Der viele Schnee "sprengt" Dächer

Erst wenn der Schnee weg ist, wird der volle Schaden sichtbar. Die meisten sind versichert.

Quelle: Kleine Zeitung, 11.1.2006, GEORG HOLZER

Es muss nicht erst ein Dach einstürzen, damit der viele Schnee zu Schäden führt. Auf Schrägdächern kann die weiße Pracht im Wechselspiel mit der Heizung zu einem verheerenden Eisstau führen. Dachschindel werden unter dem Eispanzer förmlich gesprengt, Wasser dringt ein und kann das Mauerwerk zerstören.

Schneeschäden quantifizieren. Dementsprechend schwer tun sich die Versicherungen, schon jetzt die Schneeschäden zu quantifizieren. "Unser größter Einzelschaden war ein eingestürzter Stadl mit 40.000 Euro. Alles andere kann man nicht abschätzen", erklärt Bernhard Zitter von der Generali Kärnten. Bei der Kärntner Landesversicherung (KLV) könnten es schon jetzt 500.000 bis 600.000 Euro sein.

Schneedruck inbegriffen. Ob Schäden wie der eingangs genannte Fall versichert sind, müssen Experten im Einzelfall klären. "Schneedruck ist bei 80 bis 90 Prozent der Häusern in der üblichen Bündelversicherung enthalten, indirekte Folgeschäden meist nicht", meint Kurt Tschemernjak von der KLV. Bei der Generali sieht man auch Folgeschäden als gedeckt an, bei der Wiener Städtischen meint man, dass dafür eine zusätzliche Versicherung nötig sei.

Maßnahmen. Entscheidend ist auch die Zumutbarkeit von Abwehrmaßnahmen. "Ein Carport abzuschaufeln, sollte jedem möglich sein. Alles andere wäre ob der umfassenden Medienberichterstattung unvernünftig", so Tschemernjak. Wenn sich bereits Schäden ankündigen - etwa wenn es im Gebälk kracht - rät er ebenfalls zu sofortigen Maßnahmen.




Sanierungsscheck wird neu aufgelegt

Das österreichische Wirtschaftsministerium wird ab 1. März 100 Millionen Euro Anreizfinanzierung ("Sanierungsscheck") zur thermischen Sanierung bereitstellen.

Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner und Umweltminister Niki Berlakowich präsentierten kürzlich die neue Förderoffensive für die thermische Sanierung. Ab dem 1. März 2011 stehen bis 2014 jährlich 100 Millionen Euro zu Verfügung, davon 70 Millionen Euro für den privaten Wohnbau und 30 Millionen Euro für Betriebsgebäude.
Private Förderanträge an Bausparkassen: Private können ab dem 1. März 2011 bei den Bausparkassen um Zuschüsse ansuchen, wobei das zu sanierende Gebäude mindestens 20 Jahre alt sein muss. Grundlage zur Beurteilung der Förderungsfähigkeit ist der Energieausweis, dessen Ausstellung ebenfalls gefördert wird. Als förderungsfähige Maßnahmen gelten unter anderem die Dämmung der obersten Geschossdecke bzw. des Daches, die Dämmung der Außenwände, der untersten Geschossdecke oder des Kellerbodens sowie die Sanierung bzw. der Austausch von Fenstern und Außentüren.
Bei privaten Wohnbauten, die schon die geforderten Standards im Wärmeschutz erfüllen, kann auch die Einbindung einer thermischen Solaranlage, der Umstieg auf Holzzentralheizungsgeräte sowie ein Einbau von Wärmpumpen unterstützt werden.
Neu ist eine Sonderregelung für Wohnungen in mehrgeschossigen Bauten: Wenn die Eigentümergemeinschaft eine thermische Sanierung beschließt, werden die entsprechenden Maßnahmen pro Wohneinheit gefördert. Wenn ein solcher Beschluss nicht zustande kommt, können einzelne Wohnungseingentümer und Mieter ihre Teilsanierungen etwa den Fenstertausch gefördert bekommen.
Sanierungsscheck von bis zu 5000 Euro: Die maximale Förderungshöhe für eine umfassende Sanierung liegt bei bis zu 20 Prozent der Investitionskosten bzw. einem maximalen Zuschuss von 5000 Euro. Eine Teilsanierung (Reduktion des Heizwärmebedarfs um mindestens 30 Prozent) wird mit bis zu 3000 Euro unterstützt; in mehrgeschossigen Bauten reicht auch schon eine Verringerung des Heizwärmebedarfs um 15 Prozent für eine Förderung, wobei in diesem Fall nur bis zu 2000 Euro pro Einheit ausgezahlt werden. Für die Umstellung bestehender Wärmeerzeugungssysteme in Ein- und Zweifamilienhäusern beträgt die maximale Förderhöhe 1500 Euro, in mehrgeschossigen Bauten 1000 Euro pro Einheit.
Gezielte Förderung für Betriebe: Unternehmen können ab dem 28. März online der KPC-Kommunalkredit Public Consulting einreichen. Für Betriebsgebäude werden neben den oben genannten Sanierungen auch folgende Maßnahmen unterstützt: der Einbau von Wärmerückgewinnungsanlagen bei Lüftungssystemen im Zuge der thermischen Sanierung sowie Verschattungs-Systeme zur Reduzierung des Kühlbedarfs. Zusätzlich sind in Kombination mit Sanierungsmaßnahmen Umstellungen auf den effizienteren Einsatz von Energie förderfähig etwa Wärmerückgewinnung, der Ersatz bestehender Heizungssysteme durch eine Biomasse-Einzelanlage, der Einbau thermischer Solaranlagen, der Anschluss an Fernwärme sowie der Einbau von Wärmepumpen.

Tiroler Tageszeitung, 8. Feber 2011

Schutzanstrich bei Flachdachrandeinfassungen

Eine multimetallische Notwendigkeit

Gerade im Bereich von Balkonen und Terrassen werden Metalleinfassungen und Abdichtungsbahnen in Kombination eingesetzt, um das darunter befindliche Bauwerk vor Wassereintritt und Folgeschäden zu schützen. Insbesondere außen liegende Entwässerungen führen zwangsläufig zu einer Verbindung der beiden Werkstoffe.

Im Laufe der Zeit kam es zur Ausführung immer schlankerer Konstruktionen. Nach einem Gefällebeton werden z.B. die Fliesen direkt auf der Abdichtung verlegt. Erfolgt nun ein direkter Kontakt zwischen blankem Metall und Kleber, Mörtel, Estrich, acetatvernetztem Silikon, etc., kommt es über kurz oder lang zur so genannten Mörtelkorrosion. Dieses multimetallische Problem (siehe Fotos oben) wird unter anderem von Dr. Jürgen Blaich (Auszug aus Bauschäden, EMPA Dübendorf 1999) ausführlich dokumentiert. Nicht nur die Fachliteratur, sondern auch die ÖNORM B 2221 "Bauspenglerarbeiten" (unter anderem in der Ausgabe 2002 unter Punkt 5.3.3.2 beschrieben) behandelt dieses Thema. Immer wird ein vollflächiger, 2 cm über die Belags-oberkante zu führender, porenfreier Schutzanstrich gefordert. Nur diese Art der Applikation der Schutzbeschichtung gewährleistet eine funktionstüchtige Lösung.
Die Fa. Enke hat sich intensiv mit der Ausführung von Schutzanstrichen in Verbindung mit dem Werkstoff RHEINZINK beschäftigt www.enke-werk.de.

Das Produkt Enkryl konnte im Anwendungsbereich Fliesenbelag, Gefällebeton oder Estrich freigegeben werden. Zwei Konstruktionstypen sind hier, entsprechend der Beanspruchung, zu berücksichtigen. Generell sind natürlich auch die Herstellerinformationen zu beachten.

Reiter 5 - Presseberichte

Bei Dachsanierungen ruft man am besten zuallererst den Dachdecker. Stimmt. Aber auch der Zimmerer spielt eine große Rolle sowohl bei reiner Dachsanierung als auch beim aufwändigeren Ausbau unter dem Dach.

Vorsorgen ist besser als Heulen. Das gilt für den Menschen ebenso wie für Autos und Dächer. Oskar Beer als steirischer Landesinnungsmeister Holzbau spricht von einer "sehr großen Rolle", die "seine" Zukunft, die Zimmerer, bei der Dachsanierung einnehmen.
Denn auch beim Dach will an Vorsorge gedacht sein: "Bei Dächern, speziell bei alten, wie sie oft im innerstädtischen Bereich zu finden sind, sollten in einem Rhythmus von zwei bis drei Jahren die Dachflächen und Dachstühle fachmännisch kontrolliert werden." So könne viel Schaden vermieden werden. "Der Zimmermeister weiß, wo er hinschauen muss, repariert und bringt Schäden wieder in Ordnung."
Wenn es dann zur Dachsanierung auch im Zuge eines Ausbaues kommt, kommt ein weiteres Mal der Zimmerer ins Spiel: " Bei einem Ausbau wird der Zimmerer beim Statischen Konzept ansetzen, die Aufbringung neuen Gewichtes einrechnen. Die Normierung hat sich in den vergangenen Jahren geändert, zum Beispiel muss jetzt mehr Schnee eingerechnet werden."
Außerdem spricht Beer von "neuralgischen Punkten", um die der Zimmerer weiß: "Das sind Punkte, wo es am ehesten zu Schäden kommt. Etwa die Fußpunkte, an denen der Dachstuhl aufliegt oder die Anschlüsse zu Kaminen, wo leichter Wasser eindringen kann." Dabei gehe es immer um gute Kontrolle und Umsicht. Beer: "Man fährt ja auch sein Auto zum Service."
Verantwortung
Daher seien Bauherren selbst angehalten, zu kontrollieren. Das sei kein Muss, aber: "Man soll sich der Verantwortung bewusst sein."
Dies betont auch Gerhard Freisinger als stellvertretender steirischer Landesinnungsmeister der Dachdecker: "Oft beinhalten alte Dachdeckungen noch Asbest. Das muss fachgerecht abgetragen und entfernt werden." Weiters gelte es, bei Installation von Photovoltaikanlagen auf den passenden Untergrund zu achten: "Auf ein altes, nicht mehr gutes Steildach Kollektoren anzubringen, halte ich für ein technisches Verbrechen. Jedes Dach hat seine Lebensdauer." Die betont auch Hans-Jörg Kasper von Eternit:
"Das Dach ist der beanspruchteste Gebäudeteil." Daher sei es wichtig, sich "für die richtigen, langlebigen Produkte zu entscheiden", außerdem auf eine bauphysikalisch gute Dachkonstruktion zu achten und sich jedenfalls an Dachdeckermeister zu wenden.

Kleine Zeitung

Bücher über Grünfassaden - Vertikale Gärten

(2.2.2010) Nicht zuletzt um die durch Verkehr, Industrie und Heizung verursachten Schadstoffe abzubauen und die Sauerstoffversorgung zu verbessern, gewinnen Grünanlagen in Städten eine immer größere Bedeutung. Da dort aber freie Flächen nur begrenzt zur Verfügung stehen und sehr teuer sind, begrünen Architekten und Stadtplaner zunehmend auch Dächer und Fassaden, die dann auch als natürliche Feinstaubfilter fungieren sollen.

In ihrem Buch "Vertikale Gärten" stellen die Autoren Anna Lambertini und Jacques Leenhardt sowie der Fotograf Mario Ciampi im Anschluss an eine historische Einführung 31 internationale Beispiele für in die Höhe geplante Grünflächen von renommierten Architekten vor. Diese verdeutlichen durch ihre große Spannbreite auch, dass das Konzept des "vertical green" nicht nur ökologische Vorteile bringt, sondern zudem viele zusätzliche Gestaltungsmöglichkeiten für Innen- und Außenräume eröffnet. Alle Projekte sind mit mehreren großformatigen Fotos illustriert und bieten Planern zahlreiche Anregungen für eigene Vorhaben.

Die Palette reicht vom Experimenten, wie dem Hundertwasserhaus mit seinen Bäumen als Hausbewohner und der über 11 Meter hohen Blumenskulptur "Puppy" vor dem Guggenheim-Museum, bis zu ganz praktischen Lösungen wie der Pflanzenhülle um ein Geschäftshaus in Rimini als Schallschutz.

Als interessante Alternativen zur klassischen Grünwand aus unauffälligen Kletterpflanzen vorgestellt werden die Wände eines Pariser Einkaufszentrums und einer Markthalle in Avignon, die durch einen wellenförmigen Bewuchs mit sehr verschiedenartigen Grünpflanzen bzw. durch einen besonders hohen Anteil an Blühpflanzen ausgesprochen lebhaft wirken.

Aber auch sehr ungewöhnliche, neuartige grüne Ansätze wurden ausgewählt, darunter der dreistöckige "Park" in einem neuen Züricher Wohnviertel und die komplett mit Blumentöpfen "bepflanzte" Fassade des Pariser Flower Towers.

Die Autoren: Die Architektin Anna Lambertini hat im Bereich Landschaftsplanung promoviert und lehrt an den Universitäten in Perugia und Florenz. Jacques Leenhardt ist Professor an der École des hautes études en sciences sociales in Paris. Seine Forschungen reichen von der Kunst bis hin zur Landschaftsarchitektur.

Der Fotograf: Mario Ciampi ist seit mehr als 25 Jahren Interior-Fotograf. Seine Arbeiten sind in zahlreichen internationalen Publikationen erschienen, unter anderem in den Magazinen "Casa Vogue" und "Architectural Digest".

Die bibliographischen Angaben zum Buch :

Vertikale Gärten (bei Amazon erhältlich)
von Anna Lambertini, Jacques Leenhardt und Mario Ciampi
240 Seiten mit 230 Farbabbildungen
ISBN 978-3-421-03777-0
59,95 Euro
DVA, München

Fassadenbegrünung

Fassadenbegrünung als vorgehängte, hinterlüftete Fassade

(2.2.2011; BAU-Bericht) Neben der Dachbegrünung stellt auch die Begrünung von Fassaden ein großes Potential zur Verbesserung des Wohnumfeldes dar. Gerade in dicht besiedelten Städten, in denen ein Mangel an Grünflächen herrscht, gibt es oft mehr begrünbare Vertikalflächen als eigentlich überbauten Raum.

Eine Entscheidung von Bauherren und Planer pro Fassadenbegrünung hat viele Sichtweisen: als ästhetisches Gestaltungselement ebenso, wie in der Umsetzung neuer funktionaler Ideen und architektonischer Akzente, aus ökologischem Engagement ebenso, wie in der Erfüllung behördlicher Auflagen.

Weitläufig bekannt ist die klassische Fassadenbegrünung mit Kletterpflanzen. ZinCo bietet nun eine neue Methode, die auf direktem Fassadenbewuchs basiert. Beim System Vertigreen wird die Fassade selbst als Vegetationsfläche ausgeführt. Auf diese Weise wird Grünfläche frei dimensionierbar und flexibel gestaltbar - und zwar mit langfristigem Begrünungserfolg, wie ZinCo verspricht.

Vertigreen setzt auf eine möglichst einfache Installation nach dem Prinzip der vorgehängten, hinterlüfteten Fassade (VHF). An der Wand montierte Halter nehmen Tragprofile sowie darauf befestigte Aluminiumtafeln auf - je nach Erfordernis mit oder ohne Wärmedämmung. Der Abstand der Tragprofile zueinander ist bei dieser Bauweise alleine von der Statik abhängig und nicht von der Modulgröße. Die Module selbst werden zusammen mit einem speziellen Schaumstoff aufgebracht, welcher zur rückseitigen, flächigen Bewässerung dient.

Die Etablierung der Vegetation erfolgt in der Regel direkt an der Fassade, wobei bereits nach drei bis vier Monaten nahezu Flächendeckung erzielt werden sollte. Selektiver Rückschnitt und angepasste Pflege erhalten ein ansprechendes Erscheinungsbild.

Die Fertigation, das heißt die gleichzeitige Versorgung der Pflanzen mit Wasser und Nährstoffen, erfolgt bei Vertigreen über ein elektronisch gesteuertes System. Die patentierte Bewässerungsmethodik soll gewährleisten, dass Module am schattigeren Wandfuß nicht überversorgt werden und stärker austrocknende Module höher an der Wand nicht unterversorgt werden. Der Wasserspeicher sei zudem so ausgelegt, dass selbst im Hochsommer nur alle zwei Tage bewässert werden müsse. Voraussetzung für den dauerhaften Begrünungserfolg ist jedoch in jedem Fall eine objektspezifische Einplanung unter genauer Berücksichtigung von Lichtverhältnissen und Klimabedingungen.

... mit echten, lebenden Pflanzen von der BAU über Bautweet getwittert

Grundsätzlich können Bauherren und Planer beim ZinCo-System Vertigreen zwischen zwei Pflanzvarianten auswählen - ganz nach Geschmack, sofern die statischen Voraussetzungen stimmen:

Das System Vertigreen "Carpet" bietet ein flächiges und damit teppichförmiges Erscheinungsbild durch die Verwendung von trockenresistenten Sedumarten. Die Aufbaudicke beträgt lediglich 6 cm ab Aluminiumtafel.
Das System Vertigreen "Ornamental" ermöglicht die Etablierung von geeigneten Stauden oder auch kleinen Gehölzen - bei einer Aufbaudicke von etwa 8 cm.

Gleich wie diese Entscheidung ausfällt, Fassadenbegrünung ist mehr als ein willkommener Blickfang in unseren Stadtansichten. Grün bedeutet gleichzeitig Schutz des Bauwerkes, Schall- und Wärmedämmung sowie Luftverbesserung und Kühlung.

Zur Renaissance kleinformatiger Faserzementplatten

(4.2.2011; BAU-Bericht) Fassaden mit kleinformatigen Faserzementplatten erleben derzeit eine auffällige Renaissance. Die charakteristische schuppige Deckung eröffnet ungeahnte gestalterische Möglichkeiten mit mehr als einhundert Variationen aus Formen, Farben und Formaten. Dies zeigt das neu im Kraemerverlag erschienene Buch "Fassaden mit Faserzement" an sehenswerten internationalen Beispielen.

Kleinformatige Platten aus Faserzement zählen zu den Klassikern der Fassadenmaterialien. Neben modernen Ein- und Mehrfamilienhäusern belegen neue Bürobauten, Kindertagesstätten und Dachaufstockungen die Aktualität dieser universellen Fassadenbekleidung von Eternit. Seit mehr als einhundert Jahren inspiriert der Werkstoff Faserzement Architekten und andere kreative Gestalter. Als Material für die gesamte Gebäudehülle lassen sich mit kleinformatigen Faserzementplatten moderne Baukörper aus einem Guss gestalten. Vielfältige unterschiedliche Formen, Formate und Farben lassen Fassaden- und Dachflächen wahlweise als feine oder lebhaft strukturierte Hülle erscheinen.
Publikation für Architekten

32 Projekte aus sieben europäischen Ländern präsentiert die Autorin Gudrun Krämer in dem neuen Architekturbuch "Fassaden mit Faserzement". Neben der attraktiven Flächenwirkung steckt die Raffinesse der Fassadenarchitektur mit Faserzementplatten oft im Detail. Deshalb werden die internationalen Beispiele aus Deutschland, Benelux, England und Irland in diesem Buch mit einer Detailzeichnung im Maßstab 1:10 vorgestellt. Interviews mit den Architekten Georg Poensgen, Matthias Schmalohr, Jan Ostermann und den Redakteuren Shane O Toole von der Irish Times sowie Ursula Henn von der Architekturzeitschrift A+D komplettieren die 80 Seiten starke Projektsammlung.

"Mich begeistert die Einfachheit des Materials. Es ist ein authentischer Baustoff, der die Architektursprache durch seine universelle Verwendbarkeit mitträgt oder sogar verstärkt", beschreibt Architekt Matthias Schmalohr das Bauen mit Faserzementplatten. Für die gesamte Gebäudehülle eines Einfamilienhauses in Obernkirchen verwendete Schmalohr eine blauschwarze Doppeldeckung. Hier prägen kantige Übergänge an der Traufe mit versteckter Dachrinne, klare Hausecken mit verborgenen Regenfallrohren und die Flächigkeit aller Fassaden das markante Erscheinungsbild:

XPS oder EPS

EPS oder XPS

Eine Momentaufnahme im Umkehrdachbereich (Quelle: SOLID Wirtschaft und Technik am Bau 12/Dez. 2012, Seite 40,41)

Presseberichte 2

ABC der Dachformen

ABC der Dachformen

Quelle: TT vom 16.5.2010

Reparaturen am Dach

Reparaturen am Dach

Quelle: TT vom 16.5.2010

Energetische Dachsanierung

Energetische Dachsanierung

Quelle: TT vom 16.5.2010

Sicherheit am Dach

Sicherheit am Dach - die ÖNORM B3417

Quelle: Fachartikel aus Dach & Wand, Ausgabe 3, 2015

Hier können Sie sich diesen interessanten Fachartikel herunterladen

Fachartikel Abdichtungen

Hier finden Sie die letzten Fachartikel betreffend :

Mängel am Industriedach
Pflege und Wartung von Flachdächern
Teil 1
Teil 2
Teil 3

Problemstellen Bauanschlüsse

Die Artikel wurden allesamt aus: DachWand - dem österreichischen Fachmagazin für Dachdecker, Spengler und Bauwerksabdichter, Ausgabe August/September 2015 entnommen

Schneebericht info

Schneeschäden zu den Berichten:

Link klicken

Bericht 1

Bericht 2

Presseberichte1

Damit das Dach nicht fliegen geht

Damit das Dach nicht fliegen geht

Quelle: TT vom 16.5.2010

Quelle. TT vom 16.5.2010

Nachhaltige Dacheindeckung

Nachhaltige Dacheindeckung

Quelle: TT vom 16.5.2010

Presseberichte

"Oben ohne" kostet viel Geld!

Quelle: TT, 18. April 2010

Quelle: TT, 18. April 2010

Richtige Wartung Teil 1

Quelle: Kleine Zeitung, 4. 9.2009

Quelle: Kleine Zeitung, 4. 9.2009

Richtige Wartung Teil 2

Quelle: Kleine Zeitung, 4.9.2009

Quelle: Kleine Zeitung, 4.9.2009