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Titanzink

Titanzink

Titanzink ist eine Legierung aus Feinzink mit Zusätzen von Kupfer und Titan. An seiner Oberfläche bildet sich mit der Zeit eine gleichmäßig blaugraue Schutzschicht, die Patina. Diese Schutzschicht bietet den hohen Korrosionsschutz des Titanzinks und lässt die Oberfläche nie schmutzig erscheinen. Sie muss daher nie gereinigt oder gewartet werden.
Aufgrund dieser natürlichen, beschichtungsfreien Oberfläche kann Weichlöten als Verbindungstechnik eingesetzt werden. Das ergibt auf Jahrzehnte eine dauerhafte und kraftschlüssige Verbindung.
Es empfiehlt sich, Titanzink unmittelbar auf eine Vollschalung aus 24 mm dickem Holz ohne Trennlage zu verlegen, wobei unterhalb der erforderlichen Belüftung eine diffusionsoffene Unterspannbahn auf die Sparren und die Vollsparrendämmung winddicht verlegt werden sollte.
Titanzinkdeckung am flach geneigten Dach
Dachneigung von 5 bis 7
Titanzink bietet sich aufgrund seiner Eigenschaften zur Herstellung von Dachrinnen, der Bekleidung von der Traufe, dem Ortgang, den Kaminköpfen, und zur Verblechung von gesamten Gauben an.

Tondach

Ein Dachziegel, der alle oben angeführten Anforderungen erfüllt und eine Lebensdauer von 100 Jahren und mehr laufend unter Beweis stellt, ist der Tondachziegel. Er wir d aus Lehm mit eine Tongehalt von ca. 75% geformt und gebrannt. Dan man beim Abbau nur sehr selten den richtigen Tongehalt findet, muss die gewünschte Mischung zuerst hergestellt werden. Die fertige Masse wird dann im Kollergang durch ein Walzwerk fein zerkleinert. Nachdem die gewünschte Mischung bis zu 60 Tage lang in der Maukhalle (Sumpfhaus) gelagert wurde, um eine gleichmäßige Durchfeuchtung und eine hohe Palstizität zu erhalten, wird sie in einem Feinwalzwerk nochmals vermischt, dosiert und in der Vakuumstrangpresse zu Formlingen gestanzt. Ebene Dachziegel kommen direkt in die Trockenkammer, Pressdachziegel erhalten vorher noch ihre endgültige Form in der Dachziegelpresse.

In der 90 bis 120 C heißen Trockenkammer wird dem feuchten Ziegel zwei bis drei Tage lang die noch enthaltenen Feuchtigkeit langsam entzogen.

Anschließend werden die Dachziegel in den Tunnelofen befördert. Im ersten Drittel des Ofens werden sie langsam aufgeheizt, im zweiten Drittel erfolgt bei ca. 1.050 C der eigentliche Brennvorgang und im letzten Drittel kommt es zum Abkühlen des Dachziegels. Der gesamte Brennvorgang dauert etwa 24 Stunden.

Tondachziegel sind heute aufgrund der hoch entwickelten Technologie und der dreifach geprüften Qualität durch Sichtkontrolle, Klangkontrolle und elektronische Vermessung High-tech Produkte mit einer hohen Härte, Wetterfestigkeit und Genauigkeit. Ein guter Tondachziegel weist insbesondere folgende Eigenschaften auf:
- Frostbeständig und bruchfest
- Formgerecht ohne schädliche Einschlüsse
- Hell klingend und guter optischer Eindruck
- Frei von Rissen, Beulen und Abblätterungen
- Wasserundurchlässig

Die Oberfläche der Tondachziegel kann entweder naturfarbig, gedämpft, durchgefärbt, engobiert oder glasiert sein.
Naturfarben/Dämfung: Der Tondachziegel verdankt seine natürliche Färbung den im Rohstoff enthaltenen Metalloxiden.
Eisenoxid ergibt ein kräftiges Rot
Sauerstoffreduktion graublau, ähnlich Schiefer
Hoher Mangananteil dunkelbraune Färbung
Geringer Eisenanteil hellgelbe Ziegelfarbe
Durchfärbung: Durchgefärbte Ziegel werden wegen des hohen technischen Aufwandes und teuren Verfahrens nur sehr selten hergestellt.
Engobe: Die Engobe ist ein matter, keramischer Überzug, der als Tonschlämme vor dem Brennen durch Tauche oder Spritzen auf den Rohling aufgebracht wird. Dabei unterscheidet man zwei Verfahren:
Nassengobe: Die Tonschlämme wird auf den frisch geformten, noch feuchten Rohling aufgebracht.
Trockenengobe: Die Tonschlämme wird auf den bereits getrockneten Rohling, nach der Trockenkammer aufgetragen.
Ferner wird nach dem Zweck unterschieden in:
Farbengobe: Ihr Zweck ist nur die Farbgebung.
Sinterengobe: Neben der Farbe wird dem Ziegel eine größere Dichte verliehen.
Oberflächenfarben: Je nach den beigefügten Mineralien oder Metalloxyden erhält man folgende Oberflächenfarben: Gelb, Grün, Blau, Rot, Braun, Grau und Schwarz.
Glasierte Dachziegel: Die 0,15 bis 0,4 mm dicke Glasur wird entweder auf den getrockneten Rohling (Einbrandverfahren) oder auf den bereits gebrannten Tondachziegel (Zweibrandverfahren) durch Besprühen, spritzen, Tauche oder Übergießen aufgebracht. Beim Brand bildet die Glasur eine Schmelze, die sich mit dem Scherben fest verbindet. Sehr wichtig ist, dass die Wärmedehnung vom Scherben und von der Glasur gleich groß ist, da es sonst zu Rissen in der Glasur kommt. Zweck der Glasur ist die Oberflächenveredelung des Ziegels durch Abdichtung, Farbe, Glätte und Härte. Neben den Farben der Engobe kann auch Weiß hergestellt werden.

Neben der Dachneigung ist auch die Dachform für die richtige Wahl des Tondachziegels maßgebend. So können enge Radien, wie sie bei Gauben oder Ichsen oft gegeben sind, nur mit kleinformatigen Tondachziegeln, wie z.B. dem Biber und nicht mit dem großformatigen Pressfalzziegel hergestellt werden.


Biber und Tasche

Der Biber mit Rundschnitt und die Tasche in eckiger Form sind unverfalzte Strangdachziegel mit einer schlichten, klassischen Form. Neben dem Rundschnitt, der traditionellen Dachziegelform in Österreich, gibt es den Biber auch als Segmentschnitt, Spitzbiber, Gotikbiber usw. Dach in Österreich gängige Vorzugsmaß beträgt 19 x 40 cm.
Je nach Dachneigung werden etwa 32 bis 35 Stück pro Quadratmeter benötigt. Das ergibt je nach Dachziegelform und Dachneigung ein Gewicht von rund 61 kg/m beim Gotikbiber und bis zu 102 kg/m beim Kirchenbiber.
Die Tasche ist eine typisch österreichische Variante des Bibers mit einem geraden Ende. Mit abgerundeten Ecken wird dieser Dachziegel als "Tasche gerundet" bezeichnet.

Die Eindeckung erfolgt auf Latten mit einem Querschnitt, der sich nach den statischen Erfordernissen richtet. Der Mindestquerschnitt beträgt 3 x 5 cm. Jeder Dachziegel hat zwei Nagellöcher zur Befestigung mit mindestens 40 mm langen Stiften.

Doppeldeckung und Kronendeckung
Bei der Doppeldeckung hängt auf jeder Latte eine Schar Dachziegel im regelmäßigen Verband mit der darunter und darüber liegenden Schar. Dabei wird jede Schar Dachziegel nicht nur von der nächsten, sonder auch von der übernächsten Schar überdeckt.
Je nach Dachneigung beträgt die Mindestüberdeckung zwischen acht und elf Zentimeter. Die Lattenteilung beträgt die halt Differenz von der Ziegellänge abzüglich der Mindestüberdeckung.
Bei der Kronen- oder auch Ritterdeckung müssen je Latte zwei Scharen Dachziegel in regelmäßigem Verband eingehängt werden. In diesem Fall beträgt der Lattenabstand die Ziegellänge abzüglich der Mindestüberdeckung.

Zubehör
Zu einem funktionierendem Dachsystem gehört auch ein umfangreiches Zubehör
1 Ausstiegfenster
2 Dichtkeil
3, 6 Laufrosthalterung und Laufrost
4 Steigtritt
5, 7, 12, 13 Schneefangzubehör
8, 9, 10 Lüftungszubehör
11 Firstklammern
14 Universal-Lattenhalter
15 Glockennagel 110 mm
16 Sturmklammern
17 Dachziegel aus Plexiglas
18 Dunstrohraufsatz
19 Antennendurchgang

Farbvielfalt
Tondachziegel gibt es neben der naturroten Variante auch in zahlreichen verschiedenen Farben als keramisch eingebrannte Engobe und Glasuren.
Engoben: Dunkelbraun
Kupferbraun
Schwarz
2 Grautöne
Blau
Dunkelgrün
Hellgrün
Antik
Rot
Glasuren: Grau
Weiß
Braun
Hellblau
Dunkelblau
3 Arten von Grün
Amadeus-Rot
Amadeus-Natur
Amadeus-Schwarz

Sowohl für den First, als auch als Aufsätze für Dunstrohre gibt es heute ein umfangreiches Angebot an keramischen Dachschmuck. Am First sind es in erster Linie Tiere wie der beliebte Gockel, das Pferd, die Katze, der Fuchs, der Frosch und der Löwenkopf, aber auch Rosetten und Dorne, die das Dach schmücken.
Auch bei den veredelten Design-Kollektionen als Aufsätze für WC-Entlüftungen und dunstrohre handelt es sich oft um kleine Kunstwerke. Angeboten werden Aufsätze als gestalterisches Element, wie zum Beispiel glasierte Kegel oder individuell bemalte, moderne und abstrakte Formen, die das Dunstrohr in Zukunft abschließen sollen.
Architekten, Baumeister, Dachdecker, aber auch die Bauherren haben die Möglichkeit, dem Dach ihre persönliche Note zu verleihen und einen Akzent zu setzen, in dem sich die Individualität widerspiegelt.

Das komplette Dach
Der Biber und die Tasche eignen sich besonders zur Eindeckung von geschwungenen Dachflächen aller Art wie zum Beispiel:
- Kehlen, die nur 3 bis 4 Ziegel breit sind
- Geschweifte Gauben wie Hecht-, Napoleon- und Fledermausgaube
- Kegelförmige Dächer und Kuppeln
- Durch die Schuppenförmige Verlegung können kleinste Radien gedeckt werden.
- Ferner gibt es ein komplettes Ziegelprogramm
- Zur Firstausbildung, entweder als Falzfirst mit Firstlüftungselement, gehalten durch Firstklammern, oder als gemörtelter First und Grat mit Biberreiter und einem Lüfterziegel, sowie einem Firstabschluss zur Giebelausbildung.
- Ortsaum, hergestellt mit Firstanschlussbiber und Dreiviertelziegel
- Traufenziegel zum Abschluss der Traufe


Biberfalz und Strangfalz

Biberfalz und Strangfalz sind zwei kostengünstige Dachziegel, die aufgrund der Einfachdeckung mit weniger Material gegenüber dem Biber auskommen. Das Gewicht beträgt beim Biberfalz etwa 52 und beim Strangfalz sogar nur 44 kg/m . Zur Befestigung haben diese Dachziegel zwei Nagellöcher und zwei Nasen an der Unterseite.
Der Biberfalz ist ein Seitenverfalzter Dachziegel mit zwei symmetrischen Längsrillen and er Oberfläche.
An der Unterseite befinden sich ebenfalls Rille sowie Hohlkammern zur besseren Dachentlüftung.
Auch der Strangfalz ist ein Seitenverfalzter Dachziegel mit einer profilierten Oberfläche und mit kleinen, in der Deckrichtung verlaufenden Hohlräumen. Längsrillen und Rippen an der Unterseite bieten eine noch bessere Dachentlüftung. Für den Ortsaum wird in jeder zweiten Schar ein gerader Halbziegel verlegt.
Der gepresste Strangfalz mit doppelter Seitenverfalzung gewährleistet eine sichere Überdeckung und erreicht eine hohe Dichtheit gegen Schlagregen, Flugschnee und Staub. Im "Vierziegeleck" ergibt sich eine Dreifachüberdeckung und eine gute Entwässerung durch den doppelten Seitenfalz.
Die große Verschiebemöglichkeit bis zu 6 cm erleichtert dem Dachdecker die Arbeit und verbessert die Anpassung des Dachziegels an die vorhandenen Lattenabstände bei der Sanierung.
Je nach Überdeckung beträgt das Gewicht dieser Deckung zwischen 41 bis 50 kg/m . Aufgrund von Brenntoleranzen können sich geringfügige Maßabweichungen ergeben.
Der Dachdecker ermittelt daher die mittlere Deckbreite bei gezogenen und gestoßenen Falzen. Analog dazu wird auch die Decklänge bestimmt. Für die Verlegung im Verband gibt es Halbziegel.


Landdach und Landdach Verschiebeziegel

Der Landdachziegel ist ein Pressdachziegel mit doppelter Seitenverfalzung. Dadurch ergibt sich eine sichere, fest schließende Überdeckung.
Der Verschiebeziegel hat eine doppelte Seitenverfalzung, die ab einer Mindestdachneigung von 30 eine sichere und festschließende Überdeckung. Zusätzlich erleichtert der großen Verschiebebereich von 6 cm dem Dachdecker die Arbeit und erhöht die Anpassung des Dachziegels an vorhandene Latten bei Sanierungen. Je nach Überdeckung werden 14,5 bis 18 Stück pro Quadratmeter benötigt, woraus sich ein Gewicht von 42 bis 52 kg/m ergibt.
Der Bauherr kann, so wie bei anderen Dachziegeln auch, aus einer großen Anzahl von Farben wählen. Um ein gleichmäßiges Farbbild zu erhalten, müssen alle Ziegel und das gilt ebenfalls generell aus einer Lieferung stammen und aus mehreren Paletten abwechselnd entnommen werden.


Mulde und Mulde Verschiebeziegel

Der Pressfalzziegel zeichnet sich durch eine sehr tiefe, doppelte Seitenverfalzung aus, die eine besonders regen- und sturmsichere Überdeckung ergibt. Sie garantiert eine sichere Entwässerung der Dachfläche über die Mulde.
Die sanfte, flach verlaufende Mulde in der Ziegelmitte in Kombination mit dem schmalen seitlichen Deckwulst lässt das Dach harmonisch erscheinen und sorgt für eine ruhige Oberflächenstruktur.
Die Doppelfalzziegel ergeben bei einem Bedarf von rund 14,5 Stück pro Quadratmeter nur ein Gewicht von etwa 42 kg/m .
Sie sind insbesondere für große Dachflächen ohne komplizierte Verschneidungen, Gaupen usw. geeignet. In diesen Fällen spielen die großen Dachziegel den Vorteil einer Schnellen und einfachen Verlegung besonders stark aus.
Bei Verschiebeziegel ist die Verfalzung so konstruiert, dass sich der Ziegel bis zu maximal 6 cm verschieben lässt.


Sulm und Carmen Großformatziegel

Die doppelte Kopfverfalzung und die fest schließende, doppelte Seitenverfalzung bring ein so hohes Maß an Dichtigkeit gegen Schlagregen, Flugschnee und Staub, dass bereits eine Dachneigung von 22 ausreicht.
Mit einem regensicheren Unterdach kann die Mindestdachneigung sogar auf 15 reduziert werden. Wesentlichen Einfluss auf diese Dichtigkeit hat die große, halbrunde Erhebung der Überdeckung, die dem modernen Einfamilienhaus ein besonderes Flair verleiht.
Aufgrund des großen Formates sind nur etwa 11,5 bis 14,5 Stück pro Quadratmeter erforderlich. Dadurch beträgt das Gewicht nur um die 42 kg/m .
Die Flachdachpfanne bietet sowohl dem Bauherrn als auch dem Dachdecker zahlreiche Vorteile:
- Schnelle, einfache Verlegung
- Vollzähliges Zubehörprogramm
- Kostengünstige, formschöne Eindeckung
- Haltbarkeit für Generationen
- Weiche Linienführung
- Dreifachüberdeckung im Vierziegeleck
- Doppelte, besonders tiefe Kopfverfalzung
- Ortgangziegel für den Ortgang-Abschluss

Sulm und Carmen sind in folgenden Farben erhältlich:
Engoben: (Mit Wasser Aufgeschlämmte Tone, die vor dem Brand dem getrockneten Ziegel aufgespritzt oder übergossen werden)
Rot, Antik, Kupferbraun, Dunkelbraun, Schwarz, Grau, Blau, Hellgrün, dunkelgrün
Glasur: (Glasartiger, dem Ziegel angepasster Überzug)
Dunkelgrün, Hellgrün, Grün, Hellblau, Dunkelblau, Braun, Schwarz, Rot, Grau, Weiß

Trägereinlage

Einlage von Bitumenbahnen, z. B. Polyestervliese, Glasgewebe, Gelege, Verbundeinlagen oder Metallbänder.

Trapezblech

Trapezblech ist eine maschinell erzeugte Fertigware - die in verschiedenen Profilen (Trapezförmig gekantet) und verschieden Stärken produziert werden. Meist werden diese Bleche als Tragschalen sowie zu Dacheindeckungen verwendet. Die maximal lieferbare Länge beträgt ca. 16,5 lfm.

Trennlage

Trennlage - nicht auf jedem Untergrund ist eine direkte Verklebung des Aufbaues möglich und zulässig. Besonders bei Holzunterkonstruktionen gilt es wichtige Sicherheitshinweise zu beachten. Hier ist eine geeignete Trennlage erforderlich.