Metalldachdeckung

Metalldeckungen werden insbesondere dann gewählt, wenn der Architekt und/oder der Bauherr dieses Material aus optischen Gründen verlegen möchten bzw. wenn die Dachform (z.B. Tonnendach) oder die geringe Dachneigung den Einsatz von Blechen erforderlich macht. Dabei werden insbesondere nicht korrodierende Materialien immer mehr im Dachbereich eingesetzt:
- Beschichtetes Aluminium
- Kupfer
- Titanzink

Beschichtetes Aluminium

Das Grundmaterial sind 0,65 bis 0,7 mm dicke Bänder aus Aluminium, die beschichtet werden. Dazu wird je eine Primär- und Decklackschicht im kontinuierlichen Walzenauftragsverfahren (CoilCoating) auf das Blech aufgebracht und eingebrannt. Diese, in zahlreichen Standardfarben hergestellten Bänder werden dann entweder zu:
- Dachschindeln Dachneigung ab 25
- Rhomben Dachneigung ab 22
- Dachplatten Dachneigung ab 12
weiterverarbeitet oder die Bänder selbst in Reihe verlegt und durch Verfalzen miteinander verbunden. Durch den Falz wird der Stoß dichter und flachere Dachneigungen ab 7 möglich

Kupfer

Das im Bauwesen eingesetzte Kupfer ist ein sauerstofffreies und phosphordesoxidiertes Kupfer mit einem Reinheitsgrad von mindestens 99,90%, das eine ausgezeichnete Schweiß-, Löt- und Umformbarkeit aufweist.
Komplizierte Anschlüsse mit starken Verformungen werden mit weichem Kupfer, flächige Dachdeckungen und Außenwandbekleidungen üblicherweise mit halbhartem Kupfer ausgeführt.
Oberflächen bei Kupfer
Frisch gewalztes Kupferblech ist blank. Auf Wunsch wird Kupfer im Werk voroxidiert und in Braun bzw. im typischen Patinagrün ausgeliefert. Eine matt verzinnte Oberfläche in Grau ist die vierte Möglichkeit.
Unterkonstruktion bei Kupferdeckung
Es ist eine tragende Unterkonstruktion, eine winddichte, diffusionsoffene Vordeckung über dem Dämmstoff und eine Hinterlüftung mit Konterlatten unter der Schalung erforderlich.
Kupferschindeln (Systemschindeln)
Dachneigung: Mindestens 25
Kupferbahnen
Dachneigung: Mindestens 3

Titanzink

Titanzink ist eine Legierung aus Feinzink mit Zusätzen von Kupfer und Titan. An seiner Oberfläche bildet sich mit der Zeit eine gleichmäßig blaugraue Schutzschicht, die Patina. Diese Schutzschicht bietet den hohen Korrosionsschutz des Titanzinks und lässt die Oberfläche nie schmutzig erscheinen. Sie muss daher nie gereinigt oder gewartet werden.
Aufgrund dieser natürlichen, beschichtungsfreien Oberfläche kann Weichlöten als Verbindungstechnik eingesetzt werden. Das ergibt auf Jahrzehnte eine dauerhafte und kraftschlüssige Verbindung.
Es empfiehlt sich, Titanzink unmittelbar auf eine Vollschalung aus 24 mm dickem Holz ohne Trennlage zu verlegen, wobei unterhalb der erforderlichen Belüftung eine diffusionsoffene Unterspannbahn auf die Sparren und die Vollsparrendämmung winddicht verlegt werden sollte.
Titanzinkdeckung am flach geneigten Dach
Dachneigung von 5 bis 7
Titanzink bietet sich aufgrund seiner Eigenschaften zur Herstellung von Dachrinnen, der Bekleidung von der Traufe, dem Ortgang, den Kaminköpfen, und zur Verblechung von gesamten Gauben an.