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Eigengewicht

Eigengewicht

Das Eigengewicht der Dachkonstruktion beträgt ca. 20 kg/m2; für die Holzkonstruktion zuzüglich einem Gewicht der Dachhaut in Höhe von ca. 2,5 kg/m2; bei Blechen und ca. 60 kg/m2; bei modernen Dachziegeln.
Im Vergleich mit allen anderen Lasten am Dach ist das Gewicht der Dachhaut jedoch nicht so gravierend. Insbesondere spielt dieses Gewicht für die Sparrendämmung heute in der Regel bereits 20 cm hoch ausgeführt werden, überhaupt keine Rolle mehr.
Aus dem Vergleich ist ersichtlich, dass das Gewicht des Bedachungsmaterials keine große Rolle spielt. Die Differenz von ca. 58 kg oder 13% ist im Verhältnis zu der Schneelast, ein Vielfaches der normalen Rechenlast von 200 kg/m2; betragen kann, vernachlässigbar klein.

Unser Tipp!
Wenn Sie nicht zwei Vollgeschoße errichten und daher unter einem Steildach schlafen, dann empfehlen wir wegen des besseren Schallschutzes ein sehr schweres Bedachungsmaterial. Dieses bleibt auch bei einer starken Sogwirkung sicher am Dach liegen.

Dachstuhl

Gebräuchliche Konstruktionen sind:
1. Sparrendach
2. Kehlbalkendach
3. Pfettendach
4. Brettlbinder
5. Pultdach
6. Mansarddach
7. Walmdach und Krüppelwaldmdach

Welche Konstruktion gewählt wird, hängt insbesondere von der Hausbreite, die vom Dach zu überdecken ist ab.

1. Sparrendach

Das Tragwerk besteht aus einer paarweise angeordneten Reihe von Balken (Sparren), die gegeneinander geneigt und am First gelenkig miteinander verbunden sind. Die Sparren übernehmen als Träger die Dachlasten und leiten diese Kräfte über frei drehbare, aber unverschiebbare Fußpunkte (Auflager) in die tragenden Teile des Gebäudes ein. Damit die Durchbiegung nicht zu groß wird, darf die freie Sparrenlänge maximal 4,5 m betragen. Sparrendächer eignen sich daher für eine maximale Gebäudebreite von 7,5 m.
Ist das Gebäude breiter, werden die Sparren zu lang. Diese müssen dann durch Kehlbalken oder Pfetten unterstützt werden. Damit beim Dachausbau 30 cm Dämmstoff leichter untergebracht werden kann, sind beim Neubau 20 cm hohe Sparren zu empfehlen.

2. Kehlbalkendach

Zwei jeweils gegenüberliegende Sparren werden über horizontale Riegel, den Kehlbalken, miteinander verbunden.
Diese Konstruktion hat den Vorteil, dass der Dachraum frei von Stützen ist, die Decke in der Mitte nicht belastet wird und ein freier Dachraum entsteht. Für einen Dachausbau sollten die Kehlbalken mindestens 2,8m über der Decke liegen, damit nach Herstellung des Fußbodens und der Beplankung der Decke eine lichte Raumhöhe von 2,6 m verbleibt.
Die maximale Länge der Sparre kann beim Kehlbalkendach 8,0 m betragen. Kehlbalkendächer eignen sich daher für eine maximale Gebäudebreite von 13,0 m.
Die größte Beanspruchung der Sparre tritt beim Kehlbalkenanschluss auf. Daher dürfen die Sparren in diesem Bereich nicht geschwächt werden. Außerdem müssen die Kehlbalken so stark ausgeführt werden, dass sie nicht knicken.

3. Pfettendach

Werden die Sparren durch mehrere Träger unterstützt, spricht man vom Pfettendach. Diese Konstruktion erlaubt durch die vertikale Unterstützung größere Spannweiten.
Die Pfetten können entweder direkt auf Mauern aufgelegt, oder über Stuhlsäulen auf der Decke so abgestützt werden, dass die Lasten möglichst direkt in Deckenauflager eingeleitet werden.
Die Abstände der Stützen können so gewählt werden, dass die Nutzung der Räume nicht behindert wird.
Bei einer Länge der Sparren von mehr als 7,0 m ist ein dreifach stehender Stuhl erforderlich. Wird die dritte Stuhlsäule als abgesprengte Mittelsäule ausgeführt, ist der Dachraum besser nutzbar.
Die maximale Länge der Sparren beträgt 9,0m. Pfettendächer eignen sich für eine maximale Gebäudelänge von 14,5m.

4. Brettbinder (Pfostenbinder)

Beim Brettbinder handelt es sich um eine frei tragenden Binder von 7,5 bis 15 m Spannweite. Dieses Tragwerk kommt insbesondere dort zum Einsatz, wo eine Belastung der darunter liegenden Rohdecke nicht möglich ist bzw. eine Befestigung der Untersicht direkt an den Untergurten eitns der Baubehörde zugelassen wird. Die Holzverbindungen werden ausschließlich als Nagelverbindungen ausgeführt, wobei insbesondere der Knoten an der Traufe eine umfangreiche Versteifung mit Brettern erfährt.
Besonders bei Befestigung einer Untersicht ist es sehr zu empfehle, dass die Untergurte als Pfosten (Pfostenbinder) ausgeführt werden. Damit wird sichergestellt, dass eine einwandfreie Nagelung der Untersicht und Wärmedämmung möglich wird. Brettlbinder eignen sich für eine maximale Gebäudebreite von 15,0 m.

5. Pultdach

Pultdächer sind einseitig geneigt Sparrendächer, die früher nur bei kleinen Gebäuden eingesetzt und an größere Bauten angelehnt wurden.
Heute werden Pultdächer bei der modernen Solararchitektur eingesetzt. Sie haben den Vorteil, dass im Winter die volle Nutzung der mit ca. 20 sehr flach einstrahlenden Sonne möglich wird, während im Sommer die mit ca. 65 sehr steil einfallende Sonne durch einen großen Überhang abgeschattet wird.
Außerdem wird das Haus durch das Pultdach im Norden niedriger und damit die Wärmverlust kleiner.
Zur Reduktion von Wärmebrücken werden beim Passivhaus anstelle von massiven Leimbindern bis zu 50 cm hohe I-Träger aus Holz verlegt und mit Dämmstoff voll gedämmt (U-Wert 0,1 W/m2;K).

6. Mansardendach

Einige Jahre lang hat diese Dachform auch den Baustil in Österreich bei Ein- und Zweifamilienhäusern stark geprägt. Es ist dies eine Dachform, die für den Dachausbau sehr gerne herangezogen wurde, weil die Steilen Wände nur eine sehr geringen Raumverlust verursachen.
Eigentlich besteht das Mansardendach aus zwei Dächern. Dem eigentlichen Dach und der aufgesetzten Mansarde. Bei historischen Gebäuden ist diese, nach dem französischen Baumeister "Mansard" benannte Dachform sehr oft anzutreffen.
Schwachpunkte bei dieser Dachform sind der Knick im Dach und der Sparrenfuß, da hier leicht Schäden entstehen können.

7. Walmdach und Kuppelwalmdach

Das Walmdach zeichnet sich dadurch aus, dass das Dach durch seine Form in jeder Richtung besonders fest ausgesteift wird.
Beider Ausführung als Pfettendach, der einfachsten und wirtschaftlichsten Form des Walmdaches, werden die Mittelpfetten als Pfettenkranz in einer konstanten Höhe auf allen vier Seiten herumgeführt.
Besonderes Augenmerk wird der Zimmermann beim Walmdach der Beanspruchung der Gratsparren (Schifter) widmen.
Eine häufig anzutreffende Form ist das Krüppelwalmdach, bei der die beiden Walmflächen nur sehr klein angedeutet sind.
Wenn der Dachstuhl hergestellt wurde, folgt der weiter Dachaufbau von außen. Dieser richtet sich in erster Linie nach dem gewählten Bedachunsmaterial.


Elastomerbitumen

Elastomerbitumenbahn

Bitumenbahn mit Deckschichten aus elastomermodifiziertem Bitumen

Eternit

Eternit

Ludwig Hatschek (1856 - 1914 ) begann in Vöcklabruck mit der Produktion von Asbestpappe und Asbestdichtungen (-Asbest). Um die Asbestpappe hart zu machen und sie somit zu Platten verarbeiten zu können, experimentierte Hatschek mit verschiedenen Bindemitteln. Die Beimischung von Portlandzement führte im Jahre 1900 zum angestrebten Erfolg. Für das neue Material wählte Ludwig Hatschek die Bezeichnung Eternit, eine Wortschöpfung in Anlehnung an das lateinische Wort aeternus = ewig, unvergänglich. Unter diesem Namen trat Asbestzement seinen Siegeszug über die Dächer der Welt an. Es wurde unter der Nummer 5970 als österreichisches Patent eingetragen. Bevorzugtes Anwendungsgebiet wurden große und kleine Platten sowohl für Dacheindeckungen als auch für Wandverkleidungen sowie die Wellplatte. Später wurde Eternit auch zu Rohren verarbeitet. Im Laufe der Jahre wurde das Material weiterentwickelt. Heute ist Eternit ein Verbundstoff, dessen Hauptbestandteil das Bindemittel Zement ist und dem verschiedene Fasern, Wasser, Pigment- und Zuschlagstoffe zugesetzt werden. Auf der sogenannten Hatschek-Maschine wird dieses Gemisch in mehreren Vlieslagen auf der Formatwalze aufgewickelt, bis zur gewünschten Plattendicke. Die aufgeschnittene Schicht wird in der Stanze zerteilt, die ausgestanzten Teile auf Stahlblechen übereinander gestapelt und dann unter hohem Druck gepreßt.
Eternit-Platten verfügen über ausgezeichnete Eigenschaften, wie geringes Gewicht, hohe Festigkeit, Frost-, Hitze und Witterungsbeständigkeit, Unbrennbarkeit und leichte Bearbeitbarkeit. Sie sind in den verschiedensten Farben und Formen erhältlich und können einfach oder doppelt gedeckt werden.

Engoben

Engoben

sind mit Wasser aufgeschlämmte Tone, die vor dem Brand dem getrockneten Ziegel aufgespritzt oder übergossen werden.
Die Oberflächenwirkung der Engobe ist in der Regel matt bis leicht glänzend.